Mittwoch, 17. Dezember 2014

Flotte Dreier [K]

Heyho!

Man sieht es immer öfter und so langsam kann man auch nicht mehr daran vorbei, ohne nicht zumindest einen kleinen Blick auf die Beschreibung erhascht zu haben: Bücher mit einer Dreierkonstellation. Es scheint, als wären „normale“ Pärchen langweilig geworden, oder zumindest bahnt sich mit der „Dreierbeziehung“ ein neuer Trend an, der beginnt, Fuß zu fassen. Zunächst war ich ja ein wenig skeptisch, was diese Thematik anbelangt, aber mittlerweile finde ich sie ganz spannend. Damit bin ich wohl nicht der einzige, aber warum eigentlich?
Wahrscheinlich ist es einfach die Tatsache, dass es etwas relativ Neues ist, die uns so fasziniert. Für manche mag dieses Thema gar ein Tabuthema sein – und bekommt genau deshalb seinen Reiz. Wer einen festen Partner hat – und wirklich nur einen! –, wird sich kaum vorstellen können, wie so eine Beziehung ablaufen würde und kann sich schon gar nicht vorstellen, so eine selbst zu führen. Und genau deshalb lesen wir sie dann so gerne: Denn was gibt es schöneres, als die Fantasie in Bereiche zu führen, die wir in der Realität niemals betreten würden?
Allerdings bin ich der Meinung, dass dafür ein paar Grundvoraussetzungen erfüllt sein müssen, die dafür sorgen, dass solche Geschichten für uns, die wir uns so eine Beziehung nicht vorstellen können, glaubhaft machen.
Man denkt ja bei einem Dreiergespann eher, dass die Beziehung zum scheitern verurteilt ist. Die Kunst ist es aber, die Protagonisten sich so ergänzen zu lassen, dass sie gerade erst durch diese Konstellation zueinander passen. Das heißt, die Herausforderung liegt beim Autor, es überzeugend darzustellen und zu verdeutlichen, dass die Chemie zwischen den Dreien nicht nur vorübergehend stimmt, sondern eine ganz essentielle Rolle in dieser Art von Beziehung spielt. Der Leser muss nachvollziehen können, warum es niemals nur mit zwei der drei Protagonisten funktionieren könnte.
Das gelingt vor allem dann, wenn man darauf bedacht ist, dass sich die Beziehung nicht nur auf der Sexebene abspielt. Wenn sich die Beziehung nur auf Sex fokussiert, dann kann das zwar sehr prickelnd sein, aber kein Leser wird dann noch eine Beziehung nachvollziehen können. Was nicht heißt, dass Bücher mit einem wahrhaftigen „Flotten Dreier“ nicht lesenswert sind. Eine solche Sexszene kann sehr erotisch sein, auch wenn der Rest sich dann nur auf zwei Personen beschränkt.
Falls ihr nun Blut geleckt habt, findet ihr unter dem Label "Dreier" Bücher, die sich mit dem Thema „Dreierbeziehung“ beschäftigen, aber auch Bücher, die vielleicht nur einen „Flotten Dreier“ beinhalten und sonst um ein ganz „normales“ Pärchen spielen. Vielleicht ist ja auch etwa für euch dabei.

Jules :)

Kommentare:

  1. Hey,

    ich hab das ja wahrscheinlich schon tausend Mal erwähnt, aber ich kann Dreiecksbeziehungen echt nichts abgewinnen. Das hat verschiedene Gründe, einer ist wahrscheinlich das ich immer oder meistens den Charakter toll finde, der zum Schluss als Verlierer hervor geht :D

    Interessant, dass du sagst der Leser liest gern Dreiecksgeschichten, weil man es sich selbst nicht vorstellen kann.
    Bei ist genau das ein Grund diese Bücher nicht zu lesen. Ich kann absolut nicht nachvollziehen, dass man Gefühle (romantische) für zwei Personen hat. Ich meine, wenn man jemanden hat, den man liebt und mit dem es gut funktioniert (sowohl was den Sex angeht, als auch alles andere) wozu braucht es dann noch einen Dritten? Und ich meine jetzt hier wirklich Liebe, rein sexuelle Geschichten mal ausgenommen.

    Für mich ist das jedenfalls nichts, aber unter dem Aspekt der Abwechslung kann ich das schon verstehen, wenn Leute das gern lesen.

    Grüße :)

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    1. Hey :)

      Ich musste gerade so lachen, das glaubst du nicht. Du hast vollkommen Recht! Als ich diesen Post geschrieben habe, war ich wirklich davon überzeugt, dass diese Dreiecksgeschichten mir gefallen könnten. Ich hatte zuvor nur ein Buch mit einem rein sexuellen Dreier (mag ich auch immernoch) und eine BDSM-Reihe gelesen, in der das ganze erstaunlich gut gepasst hat. (Zwei Subs können ja nie so miteinander agieren, wie mit ihrem Dom... egal.) Da war ich noch wirklich überzeugt, dass es mir gefallen wird und dieser Reiz von etwas anderem, aufregenden war da auch wirklich da.
      Jetzt die große Ernüchterung: Ich finde Dreiecksgeschichten einfach nur furchtbar. Ich kann es mir auch überhaupt nicht vorstellen und obwohl es in den Büchern, die ich bisher gelesen habe, teilweise sehr gut "erklärt" wird, bleibt es für mich ein Rätsel, wie man mit sowas klar kommt.
      Mittlerweile nervt es mich, dass es so Trend geworden ist. Ich werde wohl so schnell auch nichts mehr dazu lesen. :D

      Grüße :)

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    2. :D So schnell kann es manchmal gehen ;)

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