Freitag, 26. Dezember 2014

And then we kiss...: Wenn Weihnachten alles verändert (Papilio Faye)

So meine Lieben,

die letzte Rezension für die Feiertage steht an. Es geht um Papilio Fayes "And then we kiss...: Wenn Weihnachten alles verändert". Dieses umfasst 219 Seiten und erschien bei BookRix.
Handeln tut sie von Luca, der von seinen Freunden Weihnachten aus seiner Depression gezogen werden soll.



Beschreibung:

Luca ist in einer waschechten Depression versunken, nachdem ihn seine Freundin verlassen hat. An Weihnachten soll er endlich auf andere Gedanken kommen und mit zu einer Party in einem Schwulenclub gehen. Seine besten Freunde sind nämlich der Meinung, dass er durchaus solche Tendenzen haben könnte. Dort trifft er auch gleich auf Chris, den er einmal in betrunkenen Zustand geküsst hat, den er aber eigentlich gar nicht leiden kann.

Meine Meinung:

Was mir bei dieser Geschichte aufgefallen ist, ist, dass wahnsinnig viel erklärt wird. Jede Gegebenheit, und ist sie auch noch so unwichtig für das Geschehen, wird ausführlichst beschrieben. Und nicht nur das, es kommt auch noch total viel Gerede über sämtliche gefühlstechnischen Zusammenhänge dazu. Sprich: Das Verhalten eines jeden Einzelnen wird ständig analysiert und thematisiert. Und am Ende versteht auch immer jeder ganz genau, warum der andere sich wie verhalten hat. Ich finde das ein wenig übertrieben. Im wahren Leben läuft es auch nicht so ab, dass über jeden - sorry - Scheiß gerdet wird und dass sich wirklich jeder zu 100% in den anderen hineinversetzen kann, ist mir auch noch nicht passiert.
Bevor jetzt aber zu viel Negatives gesagt wird, sollte ich anmerken, dass die Geschichte trotzdem schön zu lesen ist und weiß, wie man Spannung aufbaut. Bis zu letzt ist nicht wirklich klar, was Luca im Schilde führt. Klar, man ahnt natürlich schon, für wen er sich entscheidet, warum die Frage wie und warum sorgt für Spannung.
Ich fand es auch schön, dass hier auch viel auf das Thema Freundschaft eingegangen wird und nicht ständig seine Gefühlswelt im Zentrum steht. Es hat mich nur ein wenig verstört, dass es ihn nicht mal interessiert hat, dass Chris mit seinen besten Freunden im Bett war. Ich weiß nicht, ob ich das könnte, aber gut.
Wo wir eh gerade beim Sex sind, muss ich gestehen, dass ich die Sexszenen unglaublich erotisch fand. Hier kommt der ausfürhliche Stil dann wirklich super hervor und ist auch anregend und passend. Auch, da es ja Lucas erstes Mal mit einem Jungen ist, wird super dargestellt. Und was ich immer erwähnens- und lobenswert finde: HIV wird erwähnt.
Schade ist, dass kaum Weihnachten darin vorkommt. Es spielt zwar an Weihnachten, aber letztlich werden die Feiertage eher übersprungen, was ich nicht so gut finde. Immerhin soll es ja eine Weihnachtsgeschichte sein.
Man muss auch sagen, dass einige Rechtschreibfehler (bzw Tippfehler) und Zeichensetzfehler enthalten sind. Die stören zwar nicht sonderlich, aber gut finde ich es trotzdem nicht.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Man kann es gut und gerne ab 14 Jahren lesen. An sich ist die Story wohl eine schöne Geschichte über Freundschaft und Gefühlschaos und das Entdecken seiner eigenen Gefühle und von diesem Themen her auch gut beschrieben. Aber wer es gerne etwas weihnachtlicher möchte, ist hier dann eher falsch.

Einen schönen 2. Weihnachtsfeiertag wünsche ich euch!
Jules :)

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