Mittwoch, 8. Oktober 2014

Zu viele Bücher... Zu wenig Platz [K]

Hey Leute!

Letztes Mal habe ich mich bei euch mehr oder minder ausgekotzt, dass ich momentan einfach viel zu viele Bücher lesen möchte und dies aus verschiedensten Gründen einfach nicht kann.
Heute würde ich gerne den Spieß herumdrehen und die Bücher betrachten, die ich schon besitze. Damit ihr versteht, warum, muss ich euch kurz etwas erzählen: Eine gute Freundin von mir hat dieses Jahr ihr Abitur gemacht und möchte nächstes Jahr studieren. Dafür müsste sie allerdings in eine fremde Stadt und bräuchte dort natürlich auch eine Studentenbude. Allerdings besteht dabei ein kleines Problem: Sie kann sich als Studentin natürlich nur eine kleine Wohnung oder gar nur ein Zimmer leisten. Nur wohin soll sie mit all ihren Büchern? Die würde sie nämlich größtenteils schon gerne mitnehmen, statt sie weit entfernt von sich zu Hause bei ihrer Familie zu bunkern.
Als sie mir von dem Problem erzählt hat, habe ich einen Blick auf mein riesiges Bücherregal geworfen und mir wieder vor Augen geführt, dass ich genauso bescheuert bin wie sie. Ich lebe in einer Wohnung mit zwei Zimmern. Ein Zimmer bewohne ich, im anderen steht nur mein Bett und der Rest des Zimmers ist voller Bücher. Ich könnte genauso gut in eine Bibliothek ziehen. Das Problem ist nur: Es werden ja immer mehr Bücher! Auch, wenn ich jetzt schon viele eBooks kaufe, kommen stetig auch „richtige“ Bücher hinzu. Ich weiß jetzt schon gar nicht mehr, wohin mit allen. Man stelle sich nur vor, ich müsste irgendwann mal umziehen. Ich bräuchte auf Dauer eine Villa, um all die Bücher unterzubringen. Meine flüchtige Idee, irgendwann doch noch mein Studium nachzuholen, erscheint mir jetzt schon aberwitzig. Denn dann bräuchte ich vielleicht eine kleinere Wohnung und ich habe ja jetzt schon keinen Platz! Ich sehe mich schon meine Möbel aus meinen Büchern bauen…
Aber auch ohne kleinere Wohnung frage ich mich, wo ich auf Dauer all die Bücher unterkriegen soll. Ich kann sie nicht mal im Keller lagern, weil mein Keller jetzt schon mit alten Büchern aus meiner Jugend/Kindheit voll gestopft ist. Von denen konnte ich mich nämlich auch nicht trennen, obwohl ich die – entschuldigt den Ausdruck – nicht mehr mit dem Arsch ansehe. So langsam fühle ich mich wie ein Bücher-Messi. Denn immer, wenn ich beschließe, einige Bücher einfach zu verkaufen, tut es mir im Herzen weh und ich komme von dem Gedanken wieder ab. Aber diese Büchermassen werden zu einem echten Problem.
Langsam muss ich mich wohl doch dazu durchringen, einige Bücher wegzugeben. Aber wohin? Spenden? Ich gebe zu, ich hätte kein Problem damit, Kinder- und Jugendbücher zu spenden und damit einen guten Zweck zu erfüllen. Aber nehmen Bibliotheken denn einfach so Bücher, wenn man da gefühlte 100 Stück anschleppt? Ich hab das noch nie gemacht, ich habe keine Ahnung.
Und davon ab, habe ich ja noch ganz viele andere Bücher, die mich ein Vermögen gekostet haben. Nennt mich egoistisch und geizig, aber ich hab das Geld auch nicht so locker sitzen, um ALLE zu verschenken. Aber wo verkaufen? Auf Flohmärkten? Im Internet? Ich hätte da wohl zu viel Angst, sie alle unter Wert herzugeben. Habt ihr denn schon mal Bücher verkauft? Und wenn ja, wo?
Klar könnte ich sie auf Amazon stellen, aber da könnte es ja unter Umständen ewig Dauern, bis mal jemand Interesse zeigt. Ich dachte eher an so An- und Verkaufsunternehmen. Aber wie gesagt – ich hätte Angst, sie dort unter Wert herzugeben.
Ich wäre jedenfalls dankbar, wenn ihr mir sagen könntet, was ihr mit euren alten Büchern macht. Oder wo man seine Bücher zu fairen Preisen loswerden kann. Ich möchte nämlich ungern der erste Mensch sein, der von einem Bücherstapel erschlagen wird.

Jules :)

Kommentare:

  1. Hallo Jules,

    das Problem kenne ich leider nur zu gut. Um vorweg deine Frage zu beantworten: Freunde von mir nutzen regelmäßig Buchmaxe und Rebuy und sind damit sehr zufrieden.
    Ich bringe das einfach (noch?) nicht übers Herz, obwohl nach dem letzten umzug der Platz plötzlich extrem knapp wurde. Ein extra Lesezimmer, wie ich es jahrelang hatte, dafür war in der neuen Wohnung einfach kein Platz.
    Also habe ich nach Lösungen gesucht. Nicht immer unbedingt billig, aber mit etwas Geschick kann man vieles davon recht einfach selbst realisieren.
    Erste Massnahme: In meinem recht kleinen Wohnzimmer konnte ich fast eine ganze Wand für die Bücher nutzen. Statt ein teures Bibliothekssystem zu kaufen, habe ich das selbst gemacht. Zwei Reihen Regale hintereinander. In der vorderen Reihe fehlen zwei Regalelemente, und die vorhandenen laufen oben und unten in einem Schienensystem (gibt es in den meisten Baumärkten, wird eigentlich für Schiebetüren benutzt). So kann man die vorderen Elemente hin und her schieben, um an die Regale dahinter zu kommen. Etwas umständlich aber effektiv. Der Platz reichte trotzdem noch nicht, daher die zweite Maßnahme: Wo immer es möglich war, habe ich neben die Türrahmen der Zimmertüren links und rechts ein schmales, hohes Regal an die Wand geschraubt. Oben quer, über dem Türsturz, liegt ein weiteres Regal (nur ein Fach in der Höhe) auf den senkrecht stehenden Regalen auf, das muss man gut verschrauben. Alles gut an der Wand festdübeln, weil sonst akute Kippgefahr droht.
    Noch nicht genug Platz? Da liegst du dann mit dem Möbelbau auf Bücherstapeln gar nicht so falsch ;-)
    Ich habe mein altes Bett rausgeworfen und mir ein Hochbett zugelegt. Darunter befinden sich jetzt weitere Regale, durch einen bequemen Sessel zur Leseecke ergänzt. Mein Hochbett hat keine Leiter zum raufklettern, sondern eine schmale Treppe daneben, und die Stufen bestehen aus kleinen, stabilen Regalen. Wenn die Zimmerhöhe für ein Hochbett nicht reicht: Einen Sockel aus rundum laufenden Regalen bauen, darauf dann eine umlaufende "Einfassung" schrauben, in die man den Lattenrost und die Matratze legen kann. Das haben wir bei einem Freund realisiert, klappt gut. Es gibt übrigens mittlerweile auch Betten (gar nicht so teuer), wo die Regale bereits in den Sockel eingelassen sind. Zwei solcher Einzelbetten haben vor einigen Wochen meine Couchecke ersetzt. Sie stehen beide jeweils an einer Wand, als Rückenpolster dienen dünne, mit einem passenden Stoff überzogene Gästematratzen, die ich an der Wand befestigt habe. Das ist viel bequemer, als es sich anhört. Hinter den eingelassenen Regalen befindet sich ein Bettkasten, in dem eigentlich die Kissen und Decken verstaut werden. Der Platz eignet sich aber auch gut für Bücher:-)
    Ganz ehrlich? Ich habe immer noch nicht alle Bücher untergebracht, ein Teil davon lagert noch bei Freunden. Aber dafür lasse ich mir auch nnoch etwas einfallen. :-)

    Viele Grüße, Chris

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey! Danke für die Tipps. Einige eigenen sich gut, um meine ganzen Bücher weiterhin in meinem Räumchen verteilen zu können. Und ich werde sie auch an meine Freundin mit besagten Problem weiterleiten. Das hilft ihr sicher sehr.
      Ansonsten habe ich aber schon vor, einige wikrlich loszuwerden. Irgendwann ist der Platz eben auch trotz guter Ideen aufgebraucht. :D
      Ich werde mir die Seiten, die du genannt hast, mal anschauen.
      lg Jules

      Löschen
  2. Hey,

    das ist doch ein wunderbares Thema. Man kann gar nicht zu wenig Platz für zu viele Bücher haben :D

    Mein Traum ist ja, später ein eigenes Bibliotheks Zimmer zu haben. Ganz klassisch, Wände bis zur Decke, an einer Seite eine schmale (!!!! man muss ja so viele Bücher reinpacken wie möglich^^) Tür und fertig! Ich bin jetzt schon verliebt in diesen noch nicht vorhandenen Raum :D

    Das Studium-Bücher-Problem kenne ich allerdings. Ich studiere über 500km von meiner Heimat entfernt und bewohne ein WG-Zimmer, in das ungefähr... 20 Bücher passen. Sofern ich sie nicht auf dem Boden oder Fensterbank stapeln will. Deshalb habe ich hier nur einen Teil der ungelesenen Bücher und alles was ich gelesen habe, geht zurück in mein Zimmer bei meiner Familie. Dort habe ich allerdings sehr viele Regale, die mein Vater mir gebaut hat, wo ich bisher noch alle Bücher unterbringen konnte. Wird aber langsam eng, da ich Schrägen habe und so nicht unendlich hohe Regale bauen kann.

    Was das verkaufen angeht, verstehe ich deine Probleme. Ich kann mich auch schwer trennen. ;)
    Ich werfe aber mal ein paar Ideen in den Raum, was du machen könntest, auch wenn der Beitrag mittlerweile schon zweieinhalb Monate her ist und du möglicherweise schon längst von deinen Büchern erschlagen wurdest (was sehr schade wäre): Verkaufen ginge zum Beispiel auch über so Seiten wie Medimops oder rebuy oder so. Die nehmen aber glaube ich erst ab einem Wert von 10€ oder so, also nur ein oder zwei Bücher verkaufen geht da nicht. Kenn mich da aber auch nicht so gut aus.
    Was mir sonst noch einfällt wäre eine Verkaufen-Rubrik auf deinem Blog, bzw ein Regal bei Lovelybooks (da gibt es ja auch einige Verkaufsthreads und so). Dauert sicher länger und ist nicht so effektiv, aber da kannst du selbst den Preis bestimmen und immerhin: Für jedes Buch was weg ist, hast du Platz für ein neues :)

    Falls du gern bastelst, gibt es aber auch die Möglichkeit aus deinen Büchern Lampen, Bilder, Sofas oder Blumentöpfe zu machen :P Ich habe Bücher gesammelt, die andere Leute wegwerfen wollten und bei meinem Vater und meinem Bruder dafür folgendes in Auftrag gegeben: http://www.lilligreen.de/15-ideen-zum-kreativen-bucher-recycling/banco-del-pensamiento-web-537x415/comment-page-1/#comment-24982
    Das ist doch genial, oder? Wenn du das ein bisschen größer machst und polsterst kannst du sogar dein Bett verkaufen und darauf schlafen, dann hast du wieder mehr Platz ;)

    Liebe Grüße,
    Julia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Man, ich muss mich echt mal wieder für die vielen, super langen Kommentare von dir bedanken. Es freut mich so, wenn jemand sich durch den Blog angesprochen fühlt und dann auch seine Meinung dazu sagt! :)

      Und nein, ich lebe noch und wurde nicht erschlagen. :D

      Das mit dem Blogsale finde ich eine richtige gute Idee. Nur leider sind es auch viele Bücher, die mit dem Blogthema nicht so viel zu tun habe. Andererseits ist das ja nicht so wild, also vllt überlege ich mir das echt mal.

      Und es stimmt was du sagst, für jedes, dass weg ist, hat ein neues Platz. Ich weiß gar nicht, warum es mir immer so schwer fällt, mich zu trennen, aber irgendwie ist das bei mir echt immer so x.x
      Mal sehen, was ich mache. Aber das mit den Möbeln wäre natürlich auch eine coole Sache. :D Sieht definitiv sehr schick aus.

      Löschen
    2. Nichts zu danken :)

      Versuchen kann man es ja mal und wenn du merkst, der Verkauf läuft nicht so, dann kannst du die Seite ja immer noch wieder löschen. Deshalb auch der Vorschlag mit lovelybooks, da gibt es dann ja eher Abnehmer für jedes Genre ;)

      Bei mir ist das auch so. Ich hab manchmal richtige Wegwerf-Phasen, wo ich meinen ganzen Krempel ausmiste und mich von Sachen trenne. Bei Büchern hört das dann aber immer auf. Zu Weihnachten habe ich aber jetzt einen Büchersessel bekommen (wo wir dann auch beim Thema sind die Bücher zu Möbeln zu verarbeiten^^), sodass es mir jetzt nicht mehr so schwer fällt, Bücher wegzugeben, die mir nicht gefallen haben. Ich weiß, sie fristen noch ein sinnvolldes dasein unter meinem Hinterteil oder in meinem Rücken :D

      Löschen
    3. Da hast du echt recht. Ich sollte es echt mal probieren.

      Ja, das mit den Möbeln ist echt eine Idee. Ich wüsste nur nicht, wer mir das machen sollte. Ich selbst bin ja handwerklich nicht so der King. :D

      Löschen
    4. :D Ich auch nicht. Aber mein Vater und mein Bruder zum Glück, die haben mir das gebaut.

      Löschen