Mittwoch, 22. Oktober 2014

Bücherpreise [K]

Hallo Leute!

Beim durchstöbern meiner Wunschliste sind mir vorhin wieder ein paar Bücher ins Auge gestochen, die ich nun schon seit 3 (!!!) Jahren darauf verweilen, die ich aber einfach noch nicht gekauft habe. Das liegt nicht daran, dass sie mir nicht zu sagen – tun sie durchaus –, sondern dass sie mir einfach viel zu teuer sind. Und ganz allgemein ist es mir bei diesem Verlag schon öfters aufgefallen: Die Bücher sind unverschämt teuer. Und das ist jetzt kein subjektives empfinden, weil ich ein kleiner Geizhals bin, sondern einfach Fakt: Ein Buch, dass nicht mal 200 Seiten hat, nur ein Softcover besitzt, aber fast 15€ kostet, ist teuer! Punkt! Da braucht man wirklich nichts schön reden. (Im Übrigen kommt noch hinzu, dass die Bücher, die ich bisher von diesem Verlag besitze, alle eine relativ große Schriftgröße haben, so dass die Seitenanzahl damit noch einmal künstlich gestreckt wird.)
Ich meine, es ist klar, dass Bücher mit Hardcover teurer sind, als solche mit Softcover oder gar Taschenbücher. Auch klar ist, dass ein Verlag mit kleinen Auflagenzahlen und nicht all zu umfassenden Programm seine Bücher etwas teurer verkaufen muss, um Kosten zu decken und Gewinn zu machen. Und gerade zu Zeiten des Internets ist es auch verständlich, dass Printversionen ein wenig teurer werden, da die Druckkosten einfachen steigen. Aber ich finde trotzdem, dass 15€ für nicht mal 200 Seiten viel zu viel Geld ist. Dann lieber das Buch als Taschenbuch raus gebracht, da haben die Leute mehr davon!
Und was ich bei dem Verlag auch eine absolute Unverschämtheit finde: Das zugehörige eBook ist gerade mal einen Euro günstiger! Da zahlt man dann statt 15€ nur noch 14€, welch Schnäppchen! Das kann es ja wohl mal überhaupt nicht sein. Diese Werte stehen in keinerlei Relation zueinander. Es fallen ja schon allein die gesamten Druckkosten weg, da kann man doch nicht nur einen Euro weniger verlangen. Daran sieht man, dass es dem Verlag ganz offensichtlich nur um Geldmacherei geht, etwas, was ich ja hasse wie die Pest.
Ich finde es vollkommen in Ordnung, eine gewisse Summe für ein Buch zu bezahlen – auch höhere, wenn ganz allgemein die Preise steigen. Aber ich bin der Meinung: Der Preis muss nachvollziehbar sein. Ich werde mich weigern, für so ein Buch so viel Geld auszugeben. Und ich werde mich auch weigern, das zugehörige eBook zu kaufen. Man muss klar das eBook nicht spottbillig zur Verfügung stellen, aber mit nur einem Euro Differenz ist ja wohl eindeutig was schief gelaufen. Mit welcher Begründung rechtfertigt der Verlag das bitte?
Also ihr könnt ja sagen, was ihr wollt, ich bleibe bei meiner Meinung. Ein Preis sollte gerechtfertigt und nachvollziehbar sein – und das ist er in diesem Fall ganz und gar nicht. Sicher gibt es Menschen, denen das egal ist, die es sich leisten können und vielleicht gar nicht auf den Preis achten müssen. Aber es gibt eben auch Leute, die das Geld nicht allzu locker sitzen haben und die im Monat genau überlegen müssen, wie viel Geld sie für Bücher ausgeben müssen. Wenn ich mein knappes Budget ansehe, dann hab ich mit dem Kauf eines solchen Buchs nicht mehr viel übrig. Und das, für nicht mal 200 Seiten. Sorry, aber dafür ist mir mein Geld echt zu schade. Da kaufe ich lieber von einem anderen Verlag. Ich kenne genug, die auch ein relativ kleines Programm haben, ihre Bücher aber zu kundenfreundlichen Preisen herausbringen. Die machen trotzdem Gewinn, können ihr Programm sogar erweitern. Es scheint also doch möglich zu sein – wenn man nur will!
Was sagt ihr denn dazu? Würdet ihr besagtes Buch kaufen? Und ab wann ist ein Buch für euch überteuert? Lasst es mich wissen!

Jules. :)

Kommentare:

  1. Hi!
    ich liebe Bücher, hab wohl mehr davon als Schuhe;-)
    Trotzdem gebe ich gerade bei ebooks nicht mehr als einen gewissen Betrag aus. Da bleib ich hart, da kann es noch so hochgepriesen sein.
    So geht es mir auch bei -richtigen- Büchern.
    "Ein Buch, dass nicht mal 200 Seiten hat, nur ein Softcover besitzt, aber fast 15€ kostet, ist teuer!"
    So siehts aus!

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    1. Hey!
      Haha, ja ich kanns mir so etwa vorstellen. :D Und ich gebe dir Recht. Es gibt so eine gewisse Obergrenze und alles andere ist einfach ein Witz. Es beruhigt mich, dass du da ähnlich denkst. Ich weiß ja selbst, dass ich ein wenig geizig bin (vielleicht auch ein wenig sehr), aber gerade bei Büchern bin ich eigentlich dann doch eher so, dass mir das Geld manchmal zu locker sitzt. Nur das ist mir wirklich zu teuer! Ich weiß nicht, ob es Menschen gibt, die das noch als normalen Preis ansehen, aber es freut mich, dass mir auch jemand zustimmt. Da fühle ich mich gleich besser. :)
      lg

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  2. Hallo,

    ich stimme dir durchaus zu was die Buchpreise angeht. Teilweise kaufe ich mir Bücher auch nicht, weil ich finde das sich unter 100 Seiten für 5€ aufwärts nicht lohnen, egal wie gut das Buch ist.

    Das Ebook genau einen Euro günstiger zu machen, ist schon ne Nummer. :D Da kann man das auch für den gleichen Preis verkaufen. Das Ebooks nicht unendlich günstig sein können ist schon klar, es steckt ja trotzdem Arbeit drin (auch an Personal usw.), selbst wenn nichts gedruckt wird. Aber ich finde, es muss schon ein sichtbarer Unterschied zwischen Ebook und Print sein.

    Ab wann ein Buch für mich teuer ist, hängt bei mir teilweise auch von dem Buch selbst ab. Ein Buch wie zum Beispiel "SMS von gestern Nacht" oder ein beliebiges Witzebuch ist ja ganz egal, das sagen wir 200 Seiten hat und 15€ kostet, ist für mich "teurer" als ein Thriller der 200 Seiten hat und 15€ kostet. Das liegt daran, dass ich die Witze an einem Tag gelesen habe, den Thriller aber nicht. Ist vielleicht blöd, weil Preis und Seiten identisch sind, aber na ja :D

    Mir ist aber aufgefallen, dass ich bei nicht-gay-Literatur selten denke: "Mensch ist das Buch teuer", bei Gay-Büchern aber viel eher das Gefühl habe. Liegt aber vielleicht auch daran, dass ich die nicht-gay-Bücher vor allem bei den großen bekannten Verlagen kaufe und da kostet ein TB im Durchschnitt immer 10€^^

    Liebe Grüße,
    Julia

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  3. Ja, das stimmt! Ab einer gewissen Grenze ist einfach Schluss!
    Und dann gerade noch bei eBooks. Das ist einfach der größte Witz, es nur einen Euro billiger zu machen. Da brauch ich kein eBook auf den Markt bringen.

    Ich finde das aber gar nicht abwegig.
    In einem Thriller steckt ja viel mehr Arbeit und Inhalt. Da ist es nur natürlich, dass es mehr kostet und das Geld zahle ich dann auch gerne.

    Ja, aber vllt liegt das einfach daran, dass Gay-Bücher keine so große Zielgruppe wie "normale" Bücher haben. Letztlich müssen ja aber dennoch die Kosten gedeckt werden.
    Und meist ist der Verlag dann noch sehr klein und dann merkt man das eben deutlicher.
    Trotzdem ist irgendwann Schluss und wenn man fast 15€ für unglaublich wenig Seiten verlangt, dann verstehe ich das einfach auch nicht mehr.

    Danke noch mal für all die Kommis. :)
    Ich wünsche dir Frohe Weihnachten.
    Jules :)

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