Samstag, 9. August 2014

MargeritenEngel (Karo Stein)

Hey Leute!

Heute gibt es eine Rezension zu Karo Steins "MargeritenEngel". Herausgebracht hat es der Cursed Verlag. Es besitzt 243 Seiten und handelt von Bengt, dessen Leben auf den Kopf gestellt wird, als ein alter Freund seins Partners in sein Leben tritt.



Beschreibung:

Bengt könnt ein glückliches Liebesleben haben, wären da nicht die leisen Zweifel an der Untreue seines Freundes Kevin. Als wäre dies nicht schon schlimm genug, tritt auch noch ein alter Freund Kevins in ihr Leben und stellt dieses auf den Kopf. Denn Rik teilt nicht nur Bengts Skepsis, sondern wirbelt auch noch dessen Gefühle mächtig durcheinander: Schon nach kurzer Zeit fühlt sich Bengt ihm viel näher als Kevin - und Rik scheint es ähnlich zu gehen.
Aber kann er Rik wirklich trauen? Sicher ist er sich nicht und letztlich ist da ja auch immer noch Kevin.

Meine Meinung:

Die Geschichte hat mir eigentlich sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist flüssig. Außerdem ist jeder Charakter gut durchdacht und besitzt seine eigene Persönlichkeit.
Da der Roman aus der Ich-Perspektive geschrieben ist, fällt es dem Leser leicht, sich mit Bengt auseinander zu setzen und in seine Gefühlswelt zu blicken. Ein wenig musste ich teilweise den Kopf schütteln, weil er sich gar so naiv verhalten hat und einfach nicht aus seiner Haut konnte. Das hat einen teilweise schon fast ein wenig aufgeregt und manchmal kam er mir auch ein wenig zu... sagen wir einfach schwach vor. Man hat das Gefühl, er würde überhaupt kein Selbstbewusstsein besitzen.
Was Kevin angeht, weiß ich nicht, ob er ein wenig zu kaltherzig dargestellt wurde - so ganz durchschaut habe ich ihn bis zum Schluss nicht. Es ist auch nicht wirklich klar, ob er nun untreu war oder nicht, auch wenn alles darauf hindeutet. Dennoch wird es nie wirklich ausgesprochen und lässt somit den Leser im Ungewissen, was mir ein wenig bitter aufstößt. Das war leider manches Mal der Fall. Wenn man das Buch liest, erscheint es einen zunächst recht detailliert, aber nach und nach merkt man, dass einige Dinge einfach nicht richtig abgehandelt werden.
Ansonsten finde ich aber gerade die Szenen zwischen Bengt und Rik sehr süß und auch die Nebencharatkere haben mir gut gefallen.
Es gibt viele Sexszenen, von denen die mit Kevin wirklich nicht gut sind, was sich ja aber in gewisser Weise nur den Plot des Buches anpasst. Ich weiß nicht, ob man da nicht auf die eine oder andere hätte verzichten können, aber gut. Dem entgegen steht dafür recht gelungener Sex mit Rik und ein wahnsinnig heißer Moment zu Dritt.
Ich habe in anderen Rezensionen gelesen, dass das Buch viele Klischees bedient. Leider muss ich dem zustimmen - andererseits muss man aber zur Verteidigung sagen, dass dies wohl bei den meisten Büchern dieses Genres der Fall ist. Man kann also auch darüber wegsehen.
Zusammengefasst, kann dieses Buch nicht mit "Positiv verliebt" mithalten, ist aber dennoch eine süße Geschichte für einen gemütlichen Leseabend.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Ich würde sagen, dass Buch ist definitiv etwas für wahre Romantiker. Aber auch für Leute mit eine wenig Geduld, den Bengt macht es uns Lesern schon echt nicht einfach. :D Eine wirkliche Alterseinschränkung gibt es nicht, ist hier aber auch nicht nötig. Ich schätze, ich würde das Buch ab 14 Jahren empfehlen.

Bei all dem Gerde über Klischees muss ich vielleicht eines loswerden: Während des Lesens habe ich sehr oft über Bengt den Kopf geschüttelt. Wer lässt sich schon so verarschen und ist dann so verweichlicht, nicht einmal für klare Verhältnisse zu sorgen?
Aber andererseits musste ich mir auch eingestehen, dass ich selbst schon einmal nicht viel anders gehandelt habe. Als mir das klar wurde, habe ich mich ebenso naiv gefühlt, wie Bengt es zu seien scheint, und musste einmal sogar weinen, weil es mich so an mich selbst erinnert hat und ich plötzlich so unglaublich wütend auf mich selbst wurde. (Kein Witz, ehrlich!) Was ich damit sagen will: Vielleicht ist zumindest dieses Verhalten nicht unbedingt ein Klischee. Wir wissen doch alle, dass Liebe blind macht. Und sind wir ehrlich: Meistens macht sie uns auch blöd.
Jules :)

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