Samstag, 12. Juli 2014

Offen hetero (Bill Konigsberg)

Hallo Leute!

Das heutige Buch ist ein Jugendroman und nennt sich "Offen hetero" von Bill Kongisberg. Erschienen ist es bei Gmünder und es besitzt 336 Seiten.
Handeln tut das Buch von Rafe, der an seiner neuen Schule versucht, seine Homosexualität zu verbergen.


Beschreibung:

Rafes Coming-out verlief ohne Probleme, aber dennoch ist er ziemlich unzufrieden an seiner alten Schule. Ständig wird er nur als "der Schwule" angesehen und nicht als wirkliche Persönlichkeit. Um das zu ändern, wechselt er in ein fernes Internat, wo er versucht, sein Schwulsein zu verbergen. Tatsächlich findet er Anschluss und kann er selbst sein, aber dann verliebt er sich und weiß plötzlich nicht, wie lange er mit der Lüge noch leben kann.

Meine Meinung:

Ich fand es ziemlich interessant, dieses Thema mal aus der Sichtweise zu sehen, dass man seine Homosexualität nicht aus Angst versteckt, sondern aus dem Wunsch heraus, mehr als nur homosexuell zu sein. Es stimmt, dass viele einen darauf reduzieren und gerade in der Pubertät, wenn man sich eigentlich selbst finden möchte, kann einen das ganz schon nerven.
Deshalb erschien mir der Inhalt des Buch zum einen nachvollziehbar, zum anderen auch gut erklärt. Man konnte verstehen, warum Rafe so gehandelt hat.
DIe C haraktere in dem Buch sind alle sehr individuell und interessant gestaltet. Man schließt eigentlich alle ins Herz - ob nun Haupt- oder Nebencharaktere.
Schade ist nur, dass Rafe sehr lange braucht um zu erkennen, dass er langsam zu sich stehen sollte und das es kaum jemanden in dem Buch gab, der ihn verstanden hat. Teilweise war natürlich nachvollziehbar, warum es so war, teilweise aber auch nicht.
Der Schreibstil ist nah am Protagonisten und somit an der Zielgruppe, flüssig und gut zu lesen. Überhaupt hat das Buch Spaß gemacht und man wollte es kaum weglegen, weil bis zum Ende viele Dinge ungeklärt und damit spannend geblieben sind.
Ansonsten freue ich mich natürlich immer, wenn Jugendbücher zum Thema Homosexualität erscheinen. Meist wird dies dann nicht so klischeehaft verarbeitet und macht einfach Spaß zu lesen. Auch hier, finde ich, ist das so. Man kann wohl nicht immer alle Klischees vermeiden, aber ich denke, dass dieses Buch wirklich ein Glücksgriff ist.
Leider fand ich das Ende ein wenig unbefriedigen, auch, wenn es im Grunde positiv ausgeht.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wie gesagt, das Buch ist ein Jugendbuch und kann demzufolge auch schon von Jugendlichen gelesenwerden. Natürlich kann es auch für Erwachsene interessant sein, weil es mal eine etwas andere Thematik als die ständige Coming-out-Geschichte beinhaltet.

Wisst ihr, was mich an Jugendbüchern häufig stört? Das es kein wirkliches Happy End gibt. Zwar sind alle glücklich, aber irgendetwas ist dann doch immer gescheitert und ich frage mich, warum das so sein muss. Kann man nicht einfach mal alles toll ausgehen lassen und nicht so offen? Mich nervt das. Man lernt sicher auch aus dem Buch, wenn das Ende ein wenig freundlicher gestaltet wird. >o<
Jules :)

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