Donnerstag, 22. Mai 2014

Transsexualität in Romanen [K]

Hey Leute!

Als ich gestern nach neuen Büchern gestöbert habe, die meinen Wunschzettel bereichern könnten, ist mir etwas sofort aufgefallen: Es gibt kaum Romane zu Transsexualität.
Sicher, Sachbücher und Bibliografien gibt es viele, aber einen wirklichen Roman findet man leider fast nicht. Auch ich selbst besitze nur ein Buch zu dieser Thematik und habe noch kein ähnliches entdecken können.
Nur - warum ist das so? Das Thema interessiert doch mit Sicherheit einige, wäre es da nicht schön, neben Sachbüchern und Bibliografien auch einfach Romane dazu lesen zu können, die das Thema authentisch aufgreifen? Die die Situation anschaulich schildern, nicht nur für Betroffene, sondern auch für interessierte Leseratten?
Ich jedenefalls finde es schade, dass es so wenig Auswahl gibt, weil ich dazu gerne mehr gelesen hätte. Mir ist natürlich bewusst, dass das Thema relativ schwer zu bewältigen ist, weil es vielleicht sehr anspruchsvoll ist, wenn man es in einen guten Roman packen möchte - allerdings scheint es mir auch nicht unmöglich. Vielleicht denkt man auch einfach, es würde niemanden interessieren? So sollte es nicht sein!
Deshalb würde ich mich auch über Tipps von eurer Seite freuen, wenn ihr noch einen Roman dazu kennt. Ich selbst habe, wie gesagt, erst ein solches Buch gelesen, dass ich euch gerne vorstellen möchte, falls ihr noch nicht davon gehört habt und euch das Thema ebenso interessiert wie mich.
Bei dem Buch handelt es sich um Julie Anne Peters Jugendbuch "Luna". Es besitzt 384 Seiten und erschien bei dtv.



Beschreibung:

Regans Bruder Liam ist transsexuell. Während er tagsüber vorgibt, ein normaler Junge zu sein, verwandelt er sich nachts in sein wahres Ich: Luna. Regan kennt sein Geheimnis und unterstützt ihn auch. Doch als er plant, auch in der Öffentlichkeit als Mädchen aufzutreten, verändert sich alles. Können es Liams Familie und seine Freunde akzeptieren? Und wie wird sich damit Regans Leben verändern?

Meine Meinung:


Ich habe das Buch verschlungen! Es behandelt die Thematik mit all ihren Schattenseiten und - was ich sehr schön finde - schildert dabei auch die Auswirkungen auf die Familie. Inbesondere eben auf Regan. Da das Buch aus ihrer Sicht geschrieben ist, bekommt man noch mal einen ganz anderen Einblick als den der Person selbst, den man z.B. durch Bibliografien erhalten kann.
Da es zudem noch ein Jugendbuch ist, spricht es natürlich vor allem Teenager an, die sich ihrer Idendität vielleicht noch klar werden müssen. Zudem schafft es natürlich auch ein gewisses Verständnis für diese Thematik (und hoffentlich auch ein wenig Akzeptanz) - gerade eben bei jungen Leuten.
Das Buch selbst ist wunderbar und tiefgreifend geschrieben und für mich ein wahrer Schatz. Es hat mich - auch wenn das vielleicht übertrieben klingen mag - sehr beeindrückt und einen starken Eindruck bei mir hinterlassen.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Wie gesagt, es ist ein Jugendbuch. Aber wie das häufig so ist, kann man es als Erwachsener lesen und dennoch davon profitieren. Ob nun aus Interesse, oder weil es einen selbst betrifft, das Buch sollte wirklich gelesen werden!
Ich persönlich würde dieses Buch auch als Schullektüre vorschlagen, weil es ein gutes Thema ist, um mit seinen Schützlingen zu diskutieren!


Das war also mein Büchervorschlag, jetzt freue ich mich sehr auf eure Anregungen, Meinungen und Buchtipps zum Thema Transsexualität.
Jules :)

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