Freitag, 9. August 2013

Herzbesetzer (T. A. Wegberg)

Hey ihr Lieben!

Heute geht es um den Roman "Herzbesetzer" von T. A. Wegberg, welcher im Dead Soft Verlag erschienen ist und 404 Seiten umfasst.
Handelnt tut das Buch von Julian, der sich in den Pflegesohn seiner Eltern verliebt.


Beschreibung:

Julian ist verantwortlich für den Tod seines kleinen Bruders und kann danach kaum noch Freude empfinden. Auch seine Eltern leiden und möchten die Leere in ihrem Haus unbedingt wieder füllen. Deshalb holen sie sich ein Pflegekind - Anoki. Dieser ist allerdings alles andere, als ein braves Söhnchen und schafft es immer wieder, sich in Schwierigkeiten zu bringen. Auch auf seine neuen "Eltern" hört er nicht. Der einzige, der es schafft, Anokis Vertrauen zu gewinnen, ist Julian.
Aber das ist für Julian alles andere, als leicht, denn immer mehr fühlt er sich zu dem Jungen hingezogen.

Meine Meinung:

Zum einen ist das Buch sehr bewegend, weil Julians Gefühle - gerade zum Tod seines geliebten Bruders - einen doch ans Herz gehen. Auch kann man gut seine Gefühle zu Anoki nachvollziehen, die sich nach und nach entwickelt.
Zudem besitzt das Buch eine gewisse Spur von Humor, so dass man doch das eine oder andere mal lachen muss. Das ergibt sich vor allem aus den Dialogen zwischen Julian und Anoki und auch aus deren Verhalten in gewissen Situationen.
Sehr schön beschrieben ist auch Anokis Gefühlswelt und seine Offenheit gegenüber Julian.
Das Buch handelt eigentlich nur vom turbulenten Alltag der Jungs, ist aber trotz der eigentlich langweilig erscheinenden Handlung ziemlich spannend.
Was man aber erwähnen sollte - und das hat mich irgenwie dann doch verstört -: Julian ist Erwachsen, Anoki noch minderjährig und die Liebe, die Julian zu Anoki entwickelt, ist letztlich verboten und an sich eigentlich pädophil. Das er Anoki nicht anrührt und das sozusagen alles harmlos bleibt, macht das zwar besser, aber letztlich bleibt es das, was es eben ist.
(Und weil es mir gerade auffällt: Ich möchte auch mal das Cover loben! Dieses ist mal kein 0-8-15-Bild, wie man es so oft sieht, sondern eines, das wirklich an das Buch angepasst ist. Das hat man ja eher selten, finde ich.)

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Es gibt kein sexuellen Handlungen und auch sonst nichts, was dagegen sprich, dass Buch nicht ab 12 Jahren zu empfehlen.
Es ist ein schöner Roman über Familie, Vertrauen und Schuld und es besitzt durch seine sarkastische Note etwas sehr witziges. Eigentlich dürfte es kaum jemanden geben, den das Buch also nicht ansprechen könnte.
Ich kann nur sagen, dass es wirklich ein sehr schönes Buch, ist das dem Leser wirklich Spaß bereiten wird.

So, jetzt kommt die Frage aller Fragen: Wenn ihr das Buch gelesen habt - würde ihr davon sprechen, dass Julian nicht irgendwie schon pädophile Züge in sich trägt, wo er sich doch in ein Kind verliebt? Weil letztlich ist es ja so! Mich hat ers ziemlich verstört, weil der Roman an sich so unglaublich toll ist. Wie seht ihr das?
Grüße, Jules! :)

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