Montag, 12. August 2013

Gegen den Wind (Jan Tilmann)

Hallo! :)

Das heutige Buch nennt sich "Gegen den Wind", stammt von Jan Tilmann und ist im Himmelstürmer Verlag erschienen.
Es umfasst 147 Seiten, auf welchen es um Jannik geht, der nach einer wilden Partynacht erkennen muss, dass er schwul ist.
Das Buch erschien in der Kategorie "Junge Liebe"  des Verlags, ist aber nicht wirklich ein Jugendbuch sondern wird eher in die Gegenwartslitertaur eingeordnet.


Beschreibung:

Auf einer Party verliert Jannik seine Unschuld und erkennt, dass er schwul ist. Mit seiner ersten Liebe Ben ist er nur kurz zusammen, aber dann verliebt er sich in Amon, einen neuen Mitschüler.
Auf einer Klassenfahr finden sie zueinander und erleben das große Glück, aber schon bald müssen sie merken, dass es nicht überall so idyllisch ist und es durchaus Orte gibt, an denen man es als Homosexueller nicht leicht hat.

Meine Meinung:

Von diesem Buch war ich einfach nur unheimlich enttäuscht!
Nicht nur, dass die Handlung einfach absolut unrealistisch ist, auch das Thema Sex kommt einfach viel zu oft vor. Vor allem das: Die Art und Weise, wie über Sex geredet wird, das Jannik ständig an Sex denkt und das auch noch eine unglaublich ordinäre Sprache verwendet wird, wenn Sex zum Thema wird, macht das Buch in meinen Augen einfach nur schlecht.
Zudem kommt Jannik wirklich als - entschuldigt die Wortwahl - Fickmatratze rüber, der alles mitnimmt, was nicht bei 3 auf dem Baum ist.
Das ganze ist recht schade, weil ich es schön gefunden hätte, wenn das Buch nicht das aboslute Klischee breittreten würde, das Schwule sich quer durch die Gegend ficken.
Und auch sonst: Die Protagonisten flüchten vor der ach so intoleranten Gesellschaft, die sich allerdings nur in zwei Mitschülern bemerkbar macht. Das ganze wirkt unglaublich unrealistisch. Zum einen ist es in der Regel nicht so, dass bis auf zwei Leute, keiner etwas dagegen hat, zum anderen flüchtet man nicht wegen solch winzigen Kleinigkeiten, wie im Buch beschrieben werden, gleich in ein ganz anderes Leben.
Und auch so ist die ganze Flucht der beiden Jungs seltsam irreal.
Alles in allem würde ich es nicht als schlechtes Buch bezeichnen wollen, aber es ist defintiv enttäuschend!

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Allein wegen der ordinären Wortwahl hätte ich das Buch ja erst ab 18 Jahren freigegeben. Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass ständig wild herumgefickt wird.
Tatsächlich gibt es aber keine offizielle Altersangabe. Ich empfehle es ab16 Jahren.
Zielgruppe ist  bei dem wohl jeder, der gern schmutige Bücher liest. Und ja, ich mein das echt so. Zwar geht es auch um ein Coming-out, aber ich finde, die sensible Art, mit der man sonst ein Coming-out beschreiben würde, fehlt schon wegen der häufigen Sexgeschichten, völlig.

Fandet ihr dieses Buch gut? Stört euch diese Art und Weise, wie mit Sex umgegangen wird, nicht?
Lasst es mich wissen,
Jules! :)

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