Montag, 5. August 2013

Du hörst von mir (Luis Algorri)

Hey Leute! :)

Tut mir sehr leid, dass gestern kein neuer Post on kam - dafür hab ich heute gleich zwei Rezensionen für euch.
Anfangen möchte ich mit dem Roman "Du hörst von mir" von Luis Algorri, der im Bruno Gmünder Verlag erschienen ist und 196 Seiten umfasst. Ich weiß nicht genau, wo man diesen Roman am ehesten einordnen soll. Wohl einfach im groben Genre Gegenwartsliteratur. Ich würde ihm aber auch eine gewisse erotische Note zuordnen.
Handeln tut er von Student Javier, der sich in den Bruder seiner Freundin verliebt.



Beschreibung:

Javier ist Student, hat eine Freundin und führt auch sonst ein ganz durchschnittliches Leben. Dann aber lernt er José, den Bruder seiner Freundin, kennen und kann ihn nicht mehr vergessen. Über Nachhilfestunden versucht er, ihm näher zu kommen und muss doch aufpassen, dass niemand etwas davon mitbekommt.
Denkt er zunächst noch, das Begehren wäre einseitig, so muss er bald feststellen, dass auch José Interesse an ihm zeigt. Bald schon suchen sie einen Weg, ihre Leidenschaft ausleben zu können.

Meine Meinung:

Grob gesagt, erzählt das Buch das entstehen einer leidenschaftlichen Beziehung, die wohl nur einen Sommer halten wird. Was ungalublich gut dargestellt wird, ist das Begehren, dass Javier die ganze mit sich trägt und das ständig auszubrechen versucht, wenn José in seiner Nähe ist.
Dieses Begehren und die Leidenschaft, die zuerst nur in Javier und später dann in beiden Jungen brennt, bringt der Autor unglaublich intensiv rüber.
Dennoch hat dieses Buch auch etwas, was mach ein wenig enttäuscht hat. Das Ende ist nicht so, wie man es sich erhofft hat und der Versuch, es dennoch irgendwie nach Happy End aussehen zu lassen, wirkt für mich nicht überzeugend. Es ist zwar gut gelöst, aber irgendwie könnte man erwarten, dass daran jetzt eine Geschichte anknüpfen muss, um es glaubbar zu machen. Ich weiß nicht, ob andere Leser dies vielleicht nicht so sagen würden, aber für mich persönlich ist das Ende unbefriedigend.
Auch die Sprache ist relativ gewöhnungsbedürftig. Nicht, weil sie so anspruchsvoll ist, sondern eher, weil sie etwas künstlerisches hat, auf das man sich erst einstellen muss.
Unterm Strich ist der Roman dann aber doch lesenswert!

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Obwohl die Geschichte von zwei Jugendlichen erzählt wird, ist es kein Jugendbuch und sollte meiner Meinung auch eher von Erwachsenen gelesen werden, die dann auch eher mit dem Schreibstil klarkommen werden.
Eine offizielle Altersangabe habe ich nicht gefunden, aber ich selbst würde die Grenze bei mindestens 16 Jahren setzen, wenn nicht gar noch höher, da der Roman ausführlich genannte Sexszenen enthält.

Was haltet ihr von dem Buch?
Lasst es mich wissen.
Grüße, Jules :)

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