Donnerstag, 25. Juli 2013

Mein Freund Lukas (Christine Rüegg)

Hey ihr Lieben! :)

Heute mal kein Jugendbuch. :D
Stattdessen möchte ich euch heute "Mein Freund Lukas" von Christine Rüegg vorstellen. Das Buch ist bei Literareon erschienen und umfasst 177 Seiten.
Ich würde es in die Kategorie Schicksalsroman einordnen, aber ehrlich gesagt fällt es mir sehr schwer, dafür eine passende Bezeichnung zu finden.
Wie dem auch sei, es geht jedenfalls um den Protagonisten Marc, der sich nach dem Selbstmord von Lukas um dessen Familie kümmert. Das Problem an der Sache ist, dass er jahrelang nicht nur bester Freund, sondern auch Geliebter von Lukas war.


Beschreibung:

Nach Lukas' Tod ist alles anders. Marc weiß nicht wohin mit sich und seiner Trauer um seinen besten Freund und Geliebten. Er versucht, für dessen Familie dazu sein, die alle auf verschiedenste Art und Weise versuchen, dessen Tod zu überwinden.
Während dessen Frau Halt und Trost sucht, reagiert Lukas' älterer Sohn mit Abweisung, der jüngere mit dem Wusch, Marc als neuen Vater ansehen zu können.
Doch über all der gemeinsamen Trauerverarbeitung steht das bittere Geheimnis, dass Lukas und Marc ein Paar waren.
Als dies zur Sprache kommt, gibt es plötzlich viele offene Fragen zu klären.

Meine Meinung:

Ich fand das Buch sehr ansprechend, weil es gleich mehrere Themen zu Tage fördert.
Zum einen geht es um die Trauerbewältigung von Marc und von Lukas' Familie. Diese ist im Buch sehr authentisch beschrieben und all die quälenden Fragen nach dem "Warum?" und dem "Was wäre wenn...?" sind sehr einfühlsam und mitreissend beschrieben.
Zudem behandlet das Buch natürlich ein prekäres Thema, nämlich dass, das sich viele Homosexuelle noch immer hinter einer Ehe verstecken, Kinder zeugen und dennoch immer wieder in die Arme von einem Mann flüchten müssen, um wenigstens kurz sie selbst sein zu können.
Die ganze Geschichte ist sehr dramatisch, auf der anderen Seite aber auch sehr bezaubernd. Man gewinnt Luaks' Familie lieb und kann sich auch in Marc gut hineinversetzen.
Zum Ende hin wird es noch einmal spannend, wenn Luaks' älterer Sohn Beachtung erhält.
Man könnte meinen, ab und an ist die Geschichte ein wenig abgedroschen, aber tatsächlich könnte sie jederzeit so passieren, also sollte man dem Buch eine Chance geben.

Altersbeschränkung/Zielgruppe:

Eine Altersbeschränkung gibt es für das Buch nicht und sexuelle Handlungen kommen darin nicht vor.
Ich würde das Buch all denen empfehlen, die nicht auf eine ereignisreiche Story hoffen, sondern sich einer komplexen Geschichte mit großen Themen widmen wollen.

Das war es auch schon wieder. Was sagt ihr zu dem Buch?
Freu mich auf eure Meinung, Jules :)

Kommentare:

  1. Hallo, echt tollen Blog hast du. Ich lese sehr gerne Bücher aus diesem Genre, aber ich finde sie sind schwer zu finden(auf Amazon und so). Um so erfreuter bin hier gelandet zu sein. Werde mich mal durch deine Rezis wühlen und hoffen das was Interessantes dabei ist. "Mein Freund Lukas" ist gleich auf mein Wunschzettel gelandet. Deine Rezi hat mich richtig neugierig gemacht. Danke dafür;-) LG merry

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke, es freut mich immer wieder sehr, wenn ich weiß, dass es Leute gibt, die auf dem Blog wirklich fündig werden und sich freuen, dass es mal einen Blog dazu gibt. Ich hab sowas nämlich auch immer vermisst.

      Löschen