Mittwoch, 16. August 2017

Alles hat einmal ein Ende...

Meine Lieben!

Alles muss einmal ein Ende haben und deshalb schreibe ich heute diesen Post, auch wenn es mir sehr schwer fällt.
Ihr habt in den letzten Monaten gemerkt, dass es mir nicht mehr so gut ging mit dem Blog, dass es mehr Arbeit als Spaß wurde und ich allgemein ein wenig die Lust an dem Gay Romance Genre verloren habe.
Das alles ging natürlich nicht spurlos an mir vorbei und so habe ich mich entschlossen, den Blog hier größtenteils auf Eis zu legen.
Ich werde nicht ganz aufhören, das bringe ich nicht übers Herz, aber zumindest wird es keine regelmäßigen Posts mehr geben.
Wann immer ich etwas zu sagen habe, wann immer ich ein Buch in diesem Genre lesen werde, wird es auch eine Rezension geben, aber ich möchte mir selbst den Druck nehmen, weiterhin irgendwie eine klare Linie in den Blog zu bringen.
Vielleicht ist es mir so eher möglich, auch wieder mehr Freude am Lesen zu gewinnen. Und vielleicht profitiert ihr dann dadurch, dass ihr seltenere aber dafür bessere Blogposts vorgesetzt bekommt - ich könnte dann sogar in Ruhe an Themenwochen arbeiten, etc...
Seht es mir nach, es fällt mir selbst sehr schwer.

Danke an euch alle, dass ihr mich bis hierhin unterstützt habt!
Es wäre schön, wenn ihr mir auch die Treue haltet, wenn nicht mehr so oft etwas online geht, vielleicht könnt ihr mich ja ein wenig verstehen.

Alles Liebe,
Jules 

Samstag, 12. August 2017

Der Hundesitter (Gabrielle Queen) [Q]

Titel: Der Hundesitter
Autor: Gabriella Queen
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 31 Seiten
Beschreibung: Wegen einer Verletzung kann Tim seinen Hund nicht Gassi führen und braucht deshalb einen Hundesitter. Doch als Esra dann vor seinerr Tür steht, hat nicht nur sein Hund Interesse an dem Mann.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist an sich schon okay. Ich mag den Schreibstil sehr gerne, weil er ein wenig humoristisch gestaltet ist, allerdings nicht all zu sehr, als dass es mich nerven könnte. Und er ist schön und flüssig und auch sonst sehr angenehm zu lesen.
Die Story ist jetzt vielleicht nicht sonderlich ausführlich oder ausgeschmückt, aber dafür ist es eben auch eine Kurzgeschichte. Was ich daran mochte, war einfach der springende Punkt, dass man nicht zu viel Geschehen in wenig Seiten pressen musste und es daher sehr beschränkt hält. Schade daran ist allerdings, dass man da noch ein wenig mehr Hintergrundinfo hätte geben können – aber so, wie es ist, kann man es auch gut lassen, da gibt es ganz andere. Also nicht falsch verstehen, der Plot ist okay.
Auch okay sind die Sexszenen. Ich finde es ganz schön, dass da ein wenig Dogplay mit eingebaut ist, weil das etwas ist, dass man eher selten in Romane findet – selbst in BDSM-Romanen. Allerdings muss man auch sagen, dass die Sexszenen – gerade das Dogplay – jetzt nicht total ausführlich sind und es auch eher ein wenig ein Spaß ist, als jetzt ernst gemeintes Rollenspiel. Das ist einerseits okay, andererseits ein wenig schade… kommt wohl auch darauf an, was man so erwartet als Leser.
Ein bisschen fehlt mir das Gefühl und das Knistern zwischen den beiden. Allerdings wird auch nie groß von Liebe geredet, dafür ist es ja auch noch zu früh. Auf dieser Basis ist das dann schon okay und deshalb finde ich die Geschichte auch recht schön. Für Zwischendurch ist sie sicher geeignet und lässt sich besser lesen, als so viele andere Kurzgeschichten.

Samstag, 5. August 2017

Wie man die Sterne zählt (Diana Wintermeer)

Titel: Wie man die Sterne zählt
Autor: Diana Wintermeer
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 442 Seiten
Beschreibung: Einfach einen Rucksack schnappen und damit in die weite Natur Schwedens wandern, das ist Nathans Traum. Leider unmöglich auszuleben, so muss er sich doch um seine Familie kümmern.
Als er Arik kennenlernt, ist er sofort fasziniert von dem Jungen und plötztlich scheint auch sein großer Traum immer näher zu kommen. Zusammen mit Arik macht er sich auf den Weg in die Freiheit und zu sich selbst.

Meine Meinung:

Bei diesem Buch weiß ich einfach nicht so genau, was ich davon halten soll. Natürlich fand ich es gut, keine Frage. Ich glaube, ein Buch von Diana Wintermeer, das mir nicht gefallen könnte, wird es niemals geben. Aber dennoch hat mir dieses nicht so gut gefallen, wie die anderen Bücher zuvor. Nur warum?
Ich glaube, es liegt daran, dass es doch ein sehr ruhiges Buch ist. Es geht sehr viel einfach um die Wanderung an sich und darum, wie sich die beiden Protagonisten annähern – und das ist auch wirklich toll umgesetzt. Man erkennt sofort, dass zwischen Ihnen eine Anziehung herrscht, kann mitverfolgen, wie sich dies langsam aufbaut und zu Liebe wird. Und auch das Wandern ist gut geschildert. Ich war erst in Schweden und zuvor habe ich dieses Buch gelesen und nun kann ich bestätigen, wie traumhaft es dort ist. Und irgendwie hat das Buch dann noch mal richtig meine Lust auf Schweden und auf Wandern geweckt. Ich mag auch dieses Szenario, der Welt einfach zu entfliehen. Das ist eine ganz neue Freiheit und man spürt beim Lesen richtig diese Freiheit.
Aber, wie schon gesagt, der Plot ist sonst eher ruhig, es passiert nichts dramatisches, außer einmal zum Ende hin. Ich will nicht sagen, dass ich großes Drama vermisse, ich finde, es muss auch ruhigere Bücher geben. Ich glaube auch, mit mehr Drama wäre das Buch schon wieder umglaubwürdig gewesen, deswegen ist es so schon okay. Aber doch ist es so, dass man lange nicht weiß, worauf das Buch hinaus will, weil man zunächst mit mehr Story rechnet. Wenn man sich dann damit abgefunden hat, dass da nicht viel mehr kommt, ist es auch schön, aber irgendwie auch schade.
Aber keine Angst, an findet trotzdem in die Geschichte und kann sich einfach in diese verträumte Kulisse fallen lassen.
Was ich wirklich ganz grandios fand, waren die Sexszenen oder auch generell die leichten sexuellen Andeutungen, die ab und an in dem Buch auftauchen. Das ist wirklich sehr erotisch und ich fand es auch richtig toll beschrieben.
Generell ist es wieder ein ganz wunderbarer Schreibstil mit einer schönen Wortwahl. Und man muss auch sagen, dass die Gefühle und Sehnsüchte der beiden Männer wirklich gut dargestellt werden. Man weiß sofort, wo das Problem der beiden liegt, das finde ich schön.
Auch schön finde ich, dass das Thema Gehörlosigkeit aufgegriffen und zudem noch gut umgesetzt wird. Ich mag so was, das wisst ihr und hier war es schön gemacht. Immer allgegenwärtig, nie zu nervig oder zu sehr im Mittelpunkt… also wirklich super gemacht.
Vielleicht jetzt nicht mein absoluter Favorit von Diana Wintermeer, aber wirklich lesenswert, da sehr gelungen.
Und im Übrigen liebe ich den Titel total. :D

Samstag, 29. Juli 2017

Leon & Mick: 24/7 (Simon Rhy Beck)

Titel: Leon & Mick: 24/7
Autor: Simon Rhys Beck
Verlag: dead soft Verlag
Seitenzahl:3 69 Seiten
Beschreibung: Mick betreibt zusammen mit einem Kumpel ein Tierasyl und benötigt dafür Geld. Als er auf den reichen Leon trifft, scheint er eine geeignete Geldquelle gefunden zu haben und er trifft mit diesem eine pikante Abmachung, mit der das Tierasyl gerettet scheint.

Meine Meinung:


Ich weiß nicht genau warum, aber irgendwie bin ich mit diesem Buch einfach nicht richtig warm geworden. Man kann nicht mal sagen, dass es nicht schön geschrieben ist, denn das ist es. Es ist flüssig zu lesen, es hat einen gewissen Witz in seiner Erzählung und eine schöne, abwechslungsreiche Wortwahl. Also unterm Strich einen super Stil. Aber dennoch konnte es mich nicht so ganz überzeugen.
Das liegt zum einen an der Story. Ich finde sie irgendwie ganz süß und ein bisschen, ist es auch mal etwas anderes – zugegeben, es gibt genug solcher Geschichten, in denen irgendwer jemand anderen zur Verfügung stehen muss, weil er Geld braucht, etc. Aber das mit den Tieren ist neu und echt putzig. Ich habe mich gefreut, dass es abwechslungsreicher gestaltet war, wenn auch ich die ganze Geschichte dennoch weit hergeholt finde.
Vielleicht liegt es daran, daran und an Micks treudoofer Art, die mich irgendwie mit der Zeit ein wenig genervt hat… Es ging mir auch teilweise einfach zu schnell und das mag ich einfach gar nicht. Ihr wisst ja… bei mir muss es sich alles ein wenig ausführlicher entwickeln und ich hatte eigentlich auch gehofft, dass es bei so vielen Seiten der Fall sein wird – aber Pustekuchen. Auch gibt es wieder den einen oder anderen „Zufall“, so was nervt einfach. Fällt denn niemanden mal was Besseres ein?
Dafür habe ich sehr gemocht, dass es kein übermäßiges Drama gab. Wenn mal ein Problem war, wurde es irgendwann gelöst und gut. Kein endloses Gejammer, etc.
Und auch die Sexszenen haben mir gut gefallen. Sehr ausführlich, sehr kreativ und mit BDSM gespickt , genau so, wie ich es mir erhofft hatte. Vielleicht kommt hauptsächlich „harmloses“ BDSM darin vor, aber das finde ich okay, weil die Geschichte auch viel Story bietet. Vielleicht ist es ein wenig eine ulkige Story, aber das macht ja nichts. Und ich mag einfach, dass man hier langsam an den BDSM rangeht und dass es auch wirklich gut geschildert ist. Ich denke, gerade, wenn man sonst nicht viel mit BDSM am Hut hat, kann man sich hier schön rein finden.
Und ich glaube, so kann man es generell sagen: für mich war es vielleicht nicht ganz so das perfekte Buch, aber ich glaube, dass es vielen von euch gefallen wird und ich schätze mal, dass auch Leute, die mit BDSM eher nicht so viel anfangen können, hier nicht enttäuscht werden, weil die Geschichte schon ganz süß gemacht ist. Probiert es ruhig mal aus, schaden kann es nicht.
Ach und lasst euch nicht in die Irre führen. Ich weiß nicht, warum das Buch „24/7“ heißt, aber damit hat es nichts zu tun.

Mittwoch, 26. Juli 2017

Question&Answer: BDSM [K]

Hi ihr Lieben!

Eine liebe Leserin, die gute Cordi, hat mich auf die Idee gebraucht, ein Q&A zum Thema BDSM zu machen. Ich habe ihr schon mehrmals erzählt, dass sich einige Leute mit Fragen an mich gewandt haben und als ich dann gefragt habe, was man denn noch so in der BDSM-Themenwoche bringen könnte, kam von ihr die Idee, euch nach euren Fragen zu fragen.
Das habe ich getan und einige von euch haben sich auch getraut, etwas dazu beizusteuern. Hier nun also meine Antworten:

Ist das Nutzen eines Safewords ein Zeichen von Schwäche?
Nein, ich denke nicht, dass man das so sehen kann. Wenn man etwas nicht möchte, dann muss man das gerade im BDSM auch klar und deutlich sagen, ansonsten macht es ja auch keinen Spaß mehr und ist im Prinzip Misshandlung. Der große Unterschied dazu ist ja, dass im BDSM alles freiwillig ist – was wäre es dann, wenn der/die Sub einfach alles erträgt, obwohl er/sie es gar nicht will?
Natürlich kann es sein, dass mit dem Nutzen eins Safewords auch erstmal ein wenig Enttäuscht aufkommt. Aber ich glaube, ein guter Dom ist dann nicht enttäuscht vom Sub, wenn dieser abbricht, sondern eher von sich selbst. Immerhin ist es nach wie vor die wichtigste Aufgabe des Doms, darauf zu achten, dass es Sub gut geht. Hat man nicht gemerkt, dass der andere Part nicht mehr so viel Spaß an der Sache hat, dann war man wohl nicht aufmerksam genug und das ärgert einen dann wohl mehr, als der eigentliche Abbruch.
Letztlich kennt man ja auch die Grenzen des Subs im Vorfeld. Man weiß ja, was derjenige mag und nicht mag und solange man sich in diesem Rahmen bewegt, ist ein Safeword ja eigentlich auch nicht nötig.
Viele benutzen ja auch mehrere, so dass ein Safeword nicht zum sofortigen Abbruch führt, sondern erstmal nur „langsamer“ oder „weniger“ bedeutet.
Ich denke, gerade dadurch muss man sich auch als Sub keine Gedanken machen, es zu nutzen. Ich finde nicht, dass es ein Zeichen von Schwäche ist, es zu benutzen. Ich meine, es mag sein, dass es manche gibt, die ständig damit um sich werfen, weil sie nichts verkraften und das halte ich nicht unbedingt für richtig. Es ist nicht verkehrt, auch mal an seine Grenzen oder ein wenig darüber hinaus zu gehen. Allerdings in einem gesunden Rahmen. Und da dieser Rahmen für jeden anders aussieht, muss auch jeder selbst wissen, wann er das Wort verwendet. Aber solange man es letztlich im besten Wissen verwendet, braucht man sich danach nicht Gedanken machen.
Es ist auch falsch, wenn dem Sub dann vermittelt wird, er wäre nicht stark oder gut genug. Aber ich glaube auch nicht, dann ein verantwortungsvoller Dom das tun würde. Letztlich geht es ja nicht darum, Stark zu sein, sondern darum, Spaß zu haben und sich fallen lassen zu können.
Und es ist auch nicht gut, sich als Sub dann darüber Gedanken zu machen, ob man dann seinen Dom enttäuscht. Wie gesagt, ein guter Dom sollte höchstens von sich selbst enttäuscht sein und auch das nicht allzu sehr. Wir sind doch alle nur Menschen und machen nun einmal Fehler. Sowas passiert und statt sich dann Gedanken zu machen, sollte man einfach miteinander reden. Das sollte man eh. Und mit genügend Kommunikation wird es dann vielleicht auch nicht mehr so schnell zur Nutzung des Wortes kommen. Gerade wenn man nämlich auch schon länger miteinander spielt und sich gut kennt, ist die Verwendung eines Wortes sehr selten.
Manche Paare spielen sogar ohne, weil sie sich einfach genug vertrauen und wissen, wie weit sie gehen können. Das muss jeder für sich selbst entscheiden.
Aber wer schon ein Safeword ausmacht, sollte keine Scheu haben, es im Zweifelsfall auch zu nutzen.

Sind BDSM-Romane denn wirklich authentisch?
Ganz ehrlich? Nein! Die meisten Romane sind das nicht, aber das ist wohl auch in Ordnung, immerhin sind es Romane. Welcher Roman ist schon immer komplett realistisch?
Ich meine, es gibt schon Bücher, die halbwegs der Realität angepasst sind. Die auch mal simple Probleme in einer (BDSM-)Partnerschaft ansprechen oder Sexflauten, weil auch bei kinky Sex vielleicht irgendwann mal die Lust vergangen ist.
Aber die meisten Bücher schildern BDSM-Beziehungen als perfekt. Es gibt wahnsinnig abwechslungsreiche Sexszenen und meistens ist es auch total in den Alltag integriert.
Aber eigentlich ist das nicht immer so. Auch BDSM-Sex wiederholt sich mal, weil keinem mehr was Neues einfällt. Und manchmal ist der Alltag auch einfach zu sehr im Weg, um wirklich irgendwelche Sessions abhalten zu können.
Es gibt Paare, die haben Kinder. Da geht das eben nicht immer.
Andere haben viel Stress auf Arbeit und halten dann keine Session ab, bevor noch die Kontrolle verloren geht…
Und auch wenn sicherlich einige ihre D/s-Beziehung mit in den Alltag nehmen, so sind auch viele Paare im Alltag einfach ganz „normal“, also gleichgestellt und auch mal unzufrieden oder streitig. Dieses ganze 24/7, dass in den Büchern so häufig der Fall ist, dass leben wirklich wenig Paare aus, entweder weil es anders nicht geht oder weil sie es auch einfach nicht anders wollen.
Auch sonst sind BDSM-Romane immer sehr ausgeschmückt. Nicht häufig ist ein Dom reich und hat ein wahnsinnig ausgestattetes Spielzimmer mit allerlei Schnickschnack. Die Wahrheit ist: Toys und gerade richtige BDSM-Einrichtung sind sehr teuer und nicht jeder hat Geld und Platz, sich ein Andreaskreuz ins Schlafzimmer zu stellen. Oder in den Keller. Wir haben z.B. nicht mal einen richtigen Keller.
Und auch nicht jeder Dom ist reich. Es mag sein, dass manche relativ erfolgreich in ihrem Job sind, weil sie einfach von Natur aus eine durchsetzungsfähige, starke Persönlichkeit haben. Aber andere können auch nur im Schlafzimmer richtig aus sicher heraus. Also ist auch das eher ein Mittel der Autoren, es sich möglichst einfach zu machen.
Ach ja, das wichtigste von allen: Nicht jeder Sub ist ein naiver, unselbstständiger, mimosenhafter Trottel. Es ist wirklich schlimm, wenn in Büchern Subs als hilflos und wenig lebensfähig hingestellt werden, nur damit es sehr süß ist, wenn der Dom sich dann dem Sub richtig annimmt.
Es ist eben, wie es immer ist: Klischees werden gerne in Romanen ausgelebt, auch, weil es einfach ist, als etwas Strukturierteres zu Papier zu bringen und wenn man es liest, dann erfreut es einen vielleicht, weil man einfach nur ein Buch lesen will und keinen Erfahrungsbericht – aber letztlich sollte man es sich doch vor Augen führen: Ein Buch ist ein Buch und nicht alles, was darin steht, kann man glauben.

Wie funktionieren komplexe 24/7-Beziehungen?
Glaubt mir, das ist eine echt schwierige Frage, die auch ich vielleicht nicht ausreichend beantworten kann. Es ist schon mal eine ziemlich große Entscheidung, wenn beide Partner damit zurecht kommen, ihre Rollen ständig, jeden Tag die Woche aufrecht zu halten. Denn das ist schwer. Auch ein Dom knickt mal ein und auch ein Sub hat mal einen Wutausbruch. Aber ich denke, man muss sich da auch ein wenig von der Vorstellung distanzieren, dass dann immerzu alles nur auf dieser D/s-Basis abläuft. Das geht einfach nicht. Man hat auch Alltag und muss auch als Paar mal „normal“ miteinander umgehen. Und auch hier muss es Safewords geben, die einen notfalls das ganze mal abbrechen und in „normaler“ Beziehung klären lassen können. Ansonsten wird es wirklich ungerecht, denn man darf einen Sub nicht in soweit dominieren, dass er nur doch auf das Sub-Dasein reduziert wird. Das ist ungesund und auch nicht richtig.
Wie das dann funktioniert? Man kann natürlich aus alltäglichen Dingen kleine Gründe für eine Strafe machen. Z.B. wenn Sub das Essen versalzen hat. Wenn man Befriedigung darin findet, dass Spiel so weit zu treiben, dann ist das auch nicht ungerecht oder sinnlos, sondern einfach eine Art, das Spiel in den Alltag zu integrieren. Und wenn es jemanden dann anmacht, wegen versalzenen Essen bestraft zu werden, dann ist so ein kleines Spanking auch nicht verkehrt.
Aber natürlich ist das ein Extrem, dass man nicht nachvollziehen kann, wenn man nicht in dieser Szene aktiv ist und vielleicht auch nicht, wenn man es ist. Aber ich kann den Reiz dahinter schon irgendwie nachvollziehen. Solch kleine Dinge sorgen dann doch mal für ein kurzes erotisches Prickeln, was den Alltag sicher auch verschönern kann.
Vielleicht mag das von Außen ein wenig Hart wirken. Vielleicht hat man auch als Außenstehender das Gefühl, dass so was recht herz- oder gar lieblos ist. Aber dem ist nicht so. Man darf es nicht so sehen, dass der Dom ein Arsch ist, der den Sub straft, weil er zu blöd zum salzen ist. Eher ist es so, dass er dem Sub gibt, was dieser sich wünscht. Und das ist Liebe, jemand zu geben, was dieser will/braucht. Naja, und wenn man dann selbst noch was davon hat… ;D
Ich glaube, es mag auch ein Problem sein, dass in Büchern sehr oft 24/7 geschildert wird, weil es auch reizvoll ist und mal etwas anderes als eine langweilig Session. Aber man kann da auch nicht alles so ernst nehmen… Ich schätze, in den meisten Fällen lässt sich 24/7 nicht richtig realisieren und wenn, dann auch nicht zwingend so, wie in Büchern dargestellt.
Und ich glaube, man bewegt sich da auch scharf an der Grenze zum Ungesunden. Übertrieben ausgeführt, kann es gut sein, dass man einen Sub damit wirklich psychisch kaputt macht. Oder den Respekt verliert. Aber das ist wieder etwas anderes und entsteht sicher nicht durch ein kleines Spanking wegen versalzenem Essen. Was ich damit nur sagen will: Es geht sicher auch 24/7 gut, aber dann mit Maß und Ziel. Wer das für sich möchte, der wird das auch für beide Parteien gut umsetzen können. Und alle anderen begnügen sich sicher auch mit weniger.

Wie kann man sicher sein, dass z.B. in einem Club die Grenzen des Subs eingehalten werden?
Nun ja, wenn man jetzt ganz ehrlich antworten möchte, dann ist die einzig richtige Antwort: Sicher sein kann man sicher nie! Man kann immer, immer, immer an einen Idioten geraten, der keine Verantwortung besitzt und dem es nur um seinen eigenen Spaß geht. Aber generell ist es ins Clubs schon durchaus so, dass man die Grenzen eines Subs akzeptiert. Ich habe es ja schon gesagt, ein Safeword zu übergehen, wäre Misshandlung/Vergewaltigung. Damit macht man sich also strafbar, weil dann der einvernehmliche Teil wegfällt. Also wird viele schon das bloße Gesetzt davon abhalten, so etwas zu tun. Vor allem, wenn sie in der Öffentlichkeit spielen. Und das bietet der Club ja auch: Schutz durch Öffentlichkeit.
Gerade in Clubs achtet man natürlich schon darauf, dass alle Gäste nach den Regeln spielen und wer sich nicht daran hält, riskiert Hausverbot. Oft sind solche Clubs auch recht exklusiv. Zumindest gehen da ja meist die gleichen Menschen hin, man kennt sich untereinander. Das ist zum einen leichter für einen Sub, aufgrund des guten Rufs eines Doms zu agieren, aber es ist auch so ein Stück Sicherheit: wenn jeder jeden kennt, geht es ja auch um das eigene Ansehen. Man will ja nicht negativ auffallen. Und notfalls sind ja genug Leute da, die eingreifen können, wenn sie das Gefühl haben, irgendetwas läuft falsch.
Außerdem werden Doms, die normal ticken, ihre Lust auch dadurch gewinnen, dass sie ihrem Sub Lust bereiten – und das funktioniert nicht, wenn sie sich über dessen Regeln hinwegsetzen.
Voraussetzung ist deshalb ganz klar: Kommunikation. Wenn man sich fremd ist, ist es wichtig, vorher miteinander zu reden. Wer da schon nicht konkret nachfragt, der hat auch kein Ehrgefühl und kein Verantwortungsbewusstsein – mit so jemanden braucht man sich dann schon gar nicht einlassen.
Und die goldene Regel gilt hier genauso wie überall: am besten im Club spielen und mit niemanden nach Hause gehen. Dann kann so viel gar nicht passieren und dann fällt es einem als Sub sicher auch nicht schwer, sich in fremde Hände zu begeben.
Hinzu kommt ja noch, dass es immer einen gewissen Nervenkitzel bereithält, mit jemand fremdes zu spielen – und für viele ist genau das ja der Reiz. Ähnlich, wie viele es ja auch gut finden, in einem „normalen“ Club einen Quickie im Darkroom abzuhalten.

Wie ist es möglich, jemandem dermaßen zu vertrauen?
Das kann ich wohl gar nicht wirklich beantworten. Es kommt wohl einfach auf einen selbst an. In dem Moment will man ja vertrauen, weil man ja Lustgewinn zum Ziel hat – und das geht eben nur mit einem gewissen Grad an Vertrauen. Sonst kann man sich ja nicht fallen lassen und dann funktioniert das Spiel einfach nicht. Das heißt, man öffnet sich ja innerlich dafür – würde man innerlich blockieren, würde es nicht funktionieren.
Natürlich gibt es Leute, die von Natur aus sehr misstrauisch sind. Dann ist es schwierig, in dem Moment loszulassen. Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, wie diese es dann überwinden, um in dem Moment ganz Sub sein zu können.
Vielleicht ist es auch oft ein wenig „learning by doing“. Wenn man einem Dom anfangs nicht vertraut, dann aber merkt, dass bei ganz harmlosen Sachen definitiv Sicherheit gegeben ist, wird man leichter mit dieser Person auch einen Schritt weiter gehen können. Und dann noch einen und noch einen und…
Trotzdem ist Fakt: Man muss sich darauf einlassen. Wo ein Wille ist, findet sich dann schon ein Weg.
Viel liegt auch am Dom. Ich sage es immer wieder: Kommunikation ist alles. Man muss sicher nichts zerreden. Aber ein kurzes Nachfragen hat noch keinem geschadet und zeigt dem Sub: Du bist in guten Händen, ich kümmere mich.
Ich glaube, da spielt einfach sehr viel zusammen, aber letztlich kann ich da nicht für jeden sprechen. Manche vertrauen ja auch fremden Menschen. Ich könnte das nicht. Aber ich habe genug Vertrauen in meinen Partner. Manche haben auch das nicht, okay. Aber daran sieht man ja schon, dass das eine ganz individuelle Geschichte ist.
Aber letztlich schätze ich, wenn man wirklich im tiefsten Inneren diese „Gelüste“ hat, dann findet man einen Weg, genug zu vertrauen, um sich selbst damit etwas Gutes zu tun.

Wie kann es sein, dass sich ein selbstbewusster Mann so unterordnet?
Nun, wie soll ich das beantworten? Ist es denn verkehrt, wenn man mit beidem Füßen fest auf dem Boden steht, aber sich beim Sex mal so richtig gehen lässt? Es gibt viele Männer (Und auch Frauen! Ich weiß, wir reden hier die ganze Zeit von Männern, aber es gibt auch starke Frauen, die Subs sind. Das soll ja nicht unerwähnt bleiben!), die das einfach als Ausgleich brauchen. Oft trifft das Klischee zu, dass Männer/Frauen in Führungspositionen sich in ihrer Freizeit den Hintern versohlen lassen, weil sie das einfach als Ausgleich zu ihrem verantwortungsvollen Job brauchen – damit auch sie mal die Zügel aus der Hand geben können.
Ich meine, es ist doch auch so: egal wie stark man ist, jeder muss auch mal schwach sein dürfen. Egal wie selbstsicher man ist, es gibt doch nichts schöneres, als sich auch mal einfach an eine starke Schulter lehnen zu können.
Aber auch sonst… es gibt doch keinerlei Widerspruch dazu, ein selbstbewusster Mensch zu sein und sich im Bett als Sub unterzuordnen. Genauso wie es im Umkehrschluss ja auch sein kann, dass man sonst eher still ist, aber im Bett gerne den Ton angibt…
Ich glaube auch nicht, dass man das als Gegenteil sehen sollte. Ein Mensch ist doch unglaublich vielseitig und keiner kann immer nur Stark sein.
Wobei ich eines auch immer wieder sagen muss: Als Sub muss man stark sein! Viele denken immer, ein Sub tut nichts, lässt sich lenken und dominieren – aber so einfach ist das nicht. Es ist viel komplexer. Ein Sub braucht Mut, sich jemanden zu unterwerfen. Und Willensstärke, etwas auszuhalten, um seinem Dom Freude zu bereiten. (und sich selbst) Ein Sub zeigt Seiten an sich, die er sicher nicht jedem unter die Nase reiben möchte, er offenbart sich auf eine Art und Weise an den Dom, die sehr intim ist. Es zeugt von Stärke, wenn man so sein kann, wie man im Inneren ist. Es zeugt von Stärke, seine Gefühle einfach nach draußen zu lassen. Es zeugt von Stärke, einfach nur Mensch zu sein und nicht Chef oder Vater oder Ehemann oder meinetwegen auch Briefträger.
Es ist kein Widerspruch, als Sub selbstbewusst zu sein. Im Gegenteil. Ich kenne niemanden, der selbstbewusster ist, als ein Sub in dem Moment, in dem er einfach nur er selbst ist.

Wann ist die Grenze zur Demütigung erreicht?
Auch das ist wieder eine ganz individuelle Geschichte, weil für jeden anders. Für manche ist es vermutlich schon peinlich genug, wenn sie beim Spiel nackt sind und der Dom voll bekleidet. Andere fühlen sich dann noch lange nicht entblößt und müssen erst beleidigt oder angepinkelt oder was weiß ich werden, um wirkliche Demütigung zu erfahren.
Was einen letztlich den gewünschten Effekt bringt, muss jeder für sich selbst herausfinden bzw. muss wahrscheinlich eher der Dom herausfinden, wie er seinen Sub ein wenig in Verlegenheit bringen kann.
Und letztlich ist es auch nicht immer für jeden erregend, gedemütigt zu werden. Manche empfinden daraus gar keine Lust, sondern stehen mehr auf Schmerzen oder Fesselung. Also beginnt es ja nicht erst bei der Frage, wann die Grenze zur Demütigung erreicht ist, sondern schon dabei, ob es den Sub überhaupt Lust verschafft, gedemütigt zu werden.
Aber wie gesagt – ganz generell, nicht nur auf Demütigung begrenzt – ist es wirklich eine ganz individuelle Geschichte, wann jemand befriedigt ist.
Ganz egal aber, um was jetzt geht, ist wohl eines klar: Es wird sicherlich keine konkrete Grenzen geben, bei der man sagt: So, jetzt ist der Punkt erreicht! Bei jedem braucht es mal ein bisschen mehr, mal ein bisschen weniger… und oft kann es auch ganz spannend sein, ein klitzekleines bisschen über seine Grenzen hinaus zu gehen… Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte…
Sorry, wenn ich hier nicht konkret antworten kann, aber mehr kann ich dazu echt nicht sagen.

Samstag, 22. Juli 2017

Grenzen 2 (Gabriella Queen) [Q]

Titel: Grenzen 2
Autor: Gabriella Queen
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 30 Seiten
Beschreibung: Julians Leben könnte perfekt sein, guter Job, tolle Freundin. Aber in Wahrheit sehnt er sich nach etwas ganz anderem und als sein Chef ihn auf Arbeit dabei erwischt, wie er sich einen schwulen BDSM-Porno ansieht, nimmt das Chaos seinen Lauf. Denn plötzlich wird ihm ein Angebot gemacht, dass alles verändern kann.

Meine Meinung:

Dieses Buch ist Teil 2 einer Reihe und man muss Teil 1 kennen, um es lesen zu könne. Sonst kommt man vielleicht nicht in die Story. Es geht danach auch noch weiter.
Ehrlich gesagt stört es mich ein bisschen, dass die Story als lauter kleine Kurzgeschichtenteile veröffentlicht wird, ich hätte es lieber gehabt, wenn man ein richtiges Buch herausgebracht hätte. Potential dazu haben die Geschichten allemal, sie sind nämlich richtig gut. So kommt es mir leider so vor, als würde man jedes Kapitel einzeln hochladen und dafür ordentlich kassieren. Muss doch echt nicht sein, so was finde ich echt nicht gut. Außerdem ist es natürlich blöd, dadurch das es nahtlos an Teil 1 anschließt, man aber jetzt auf Teil 3 warten muss, kommt man schnell wieder aus der Geschichte heraus.
Diesmal gibt es eine erste richtige Sexszene, die wahnsinnig ausführlich und gut beschrieben wird. Die ganze Zeit ist erkennbar, dass es sich um verantwortungsvollen BDSM handelt, welcher richtig, richtig, richtig gut dargestellt wird.
Auch sonst überzeugt die Story wieder mit einem guten Stil, ein wenig Humor und einem schönen Drumrum. Es kommt immer mal wieder auch einfach nur der Alltag zur Sprache und auch Gedanken und Sorgen.
Man merkt auch, wie sich die Beiden langsam annähern und Vertrauen aufbauen, weil es einfach schön nachvollziehbar geschildert ist.
Eine klare Leseempfehlung, trotz meiner Kritik, was diese Veröffentlichungsstrategie betrifft.

Mittwoch, 19. Juli 2017

Kann sich ein Sub in seinem Dom verlieren? [K]

Anlass für diese Kolumne war eine Frage einer Leserin, die mich ehrlich gesagt ziemlich erschrocken hat. Da ihre Auffassung aber leider etwas ist, dass Unwissende öfters einmal verwechseln, dachte ich, gehe ich mal näher darauf ein.
Dieser Meinung nach setzt sich BDSM mit Selbstaufgabe gleiche. Heißt, man glaubt, dass der Sub eine schwache Persönlichkeit haben muss und sich deshalb rumschubsen lässt. Jetzt jemand anderem zu dienen, bedeutet damit, seine eigene Persönlichkeit abzustreifen und nur noch auf Befehl von jemand anderen zu leben.
Selbstverständlich ist das Blödsinn. Um Gottes Willen, Leute, das ist einfach komplett das Gegenteil von dem, was BDSM eigentlich darstellt.
Man kann nicht davon ausgehen, dass sich ein Sub selbst aufgibt, wenn er sich seinem Dom hingibt. Das sagt ja schon das Wort. Hingabe ist nicht Aufgabe! Und tatsächlich hat der Sub ja auch einfach dem Drang, den Befehlen des Dom zu gehorchen und damit erfüllt er sich ja selbst den Wunsch des Gehorsam. Heißt, er tut es ja nicht, weil er unterbuttert wird, sondern weil er es selbst will.
Dies wiederum bedeutet, dass ein Sub auf gar keinen Fall eine schwache Persönlichkeit hat. Im Gegenteil, es gehört sehr viel Mut – und natürlich auch Vertrauen – dazu, sich jemand anderem so auszuliefern. Jemand, der schwach im Willen ist, der wird tatsächlich geführt, aber nur, wer stark im Willen ist, lässt sich führen. Versteht ihr jetzt vermutlich nicht, oder? Dabei ist es eigentlich ganz einfach. Man darf einfach nicht davon ausgehen, dass der Sub passiv ist. Er lässt es nicht einfach geschehen, dass mit ihm gemacht wird, was jemand anderes möchte, sondern er erlaubt es. Dafür gibt es ja auch das Safeword. Am Ende entscheidet immer noch der Sub, nach welchen Regeln gespielt wird. Damit hat er eigentlich die Kontrolle. Und deshalb gibt er sich nicht selbst auf, sondern hat in gewisser Weise sogar die Zügel in der Hand.
Ich kann schon verstehen, dass es nach Außen hin leicht so aussieht, als würde man als Sub wirklich seine eigene Persönlichkeit opfern und nur noch dienen, aber in den meisten Beziehungen bezieht sich BDSM ja meist nur auf Sex oder gewisse Dominanzspiele im Alltag… nichts, was jetzt dauerhaft Bestand hat. Das heißt, außerhalb des Spiels hat der Sub ja noch immer seine eigene Persönlichkeit und auch während des Spiels legt er diese ja nicht komplett ab. Im Gegenteil, das Wesen eines Menschen kann man ja nicht mal eben über den Haufen werfen. Natürlich kann es sein, dass man gewisse Bereiche für ein Spiel unterdrückt, andererseits wird das Spiel ja auch erst dadurch spannend, dass die Persönlichkeit eben trotzdem da ist. Würde ein Sub immer nur brav gehorchen, wo bliebe dann der Spaß?
Heißt, jemandes Persönlichkeit zu nehmen, könnte man nur schaffen, in dem man ihn bricht und dies wiederum ist Misshandlung und kein BDSM. Und das BDSM keine Misshandlung darstellt, ist ja wohl klar.
Wo die Grenzen teilweise verschwimmen, ist bei Spielen, die wirklich 24/7 sind. Ich denke, da kann es durchaus auch mal passieren, dass es ins ungesunde abrutscht, aber auch hier wird so was in den meisten Fällen nicht passieren. Solange der Sub auch hier ein Safeword hat und in der Lage ist, eigene Entscheidungen zu treffen, ist auch alles in Ordnung.
Im Übrigen muss ich das jetzt einfach auch mal sagen: Ein guter Dom wird immer das Beste für seinen Sub wollen und dazu gehört nun mal auch, diesem Entscheidungen zu überlassen und ihm einfach in seinem Vorhaben zu unterstützen. Kein guter Dom hat das Ziel, seinen Sub zu brechen und gefügig zu machen, sondern er wird ihn immer als eigenes Individuum sehen, dass es durchaus zu beherrschen aber auch zu fördern gilt.
Auch ist es ja so, dass eine BDSM-Beziehung oft auch eine Liebesbeziehung mit sich führt – und selbst, wenn es nur um Sex geht, gibt es da sehr viel Wertschätzung zwischen den Parteien. Niemand würde doch jemanden, der ihm wahnsinnig wichtig ist, Schaden zufügen wollen. Im Gegenteil. Von daher würde ja nie jemand wollen, dass sich der andere selbst aufgibt. Also: Totaler Blödsinn. Diese Denkweise bitte aus dem Gehirn streichen, okay? Fein!
Jules :)