Samstag, 22. April 2017

Depressiva (Denn van Heynen) [Q]

Titel: Depressiva
Autor: Denny van Heynen
Verlag: frei publiziert
Seitenzahl: 70 Seiten
Beschreibung: In Phils Leben läuft alles schief. Er findet keinen Job, sein Ex stalkt ihn und als er meint, endlich wieder in Adam einen Lichtblick gefunden zu haben, bahnen sich auch mit diesem Streits und Ärger an. Immer mehr gerät Phil dadurch in die Tiefen einer Depression, bis er irgendwann nicht mehr weiß, ob er überhaupt noch leben möchte.

Meine Meinung:

Diese Geschichte ist ein bisschen anders, als die anderen von Denny van Heynen, was mich gleich neugierig gemacht hat. Ich mag es, wenn ein Autor wandelbar ist. Obwohl ich durchaus auch sagen muss, dass man nicht auf jeder Hochzeit mittanzen muss, aber das ist jetzt nicht das Thema.
Was ich an dem Buch mochte, war die Art, wie die negativen Gedanken und die dunkle Stimmung des Protagonisten dargestellt werden. Es ist durchaus so, dass man durchaus nachvollziehen kann, warum er so denkt und auch versteht, wie er sich damit selbst in eine Depression bringt.
Gleichzeitig herrscht in dem Buch aber auch so eine negative Denkweise und Hoffnungslosigkeit, dass man auch mal denkt: „Jetzt rede doch nicht alles noch schlimmer, als es schon ist!“ Aber vermutlich kann man das ab einen gewissen Punkt gar nicht mehr stoppen und ich finde, das kommt auch gut rüber.
Ebenso, wie die Umstände, die ihn dazu bringen, solche Gedanken und Sichtweise zu bekommen.
Allerdings ist es dadurch auch so, dass einen als Leser das Buch irgendwie mit runterzieht. Es ist schon sehr dunkel und negativ und irgendwie drückt es einem dann selbst auf die Stimmung. Einerseits ist das gut, weil es zeigt, dass die Emotionen gut rübergebracht werden, andererseits hat man dann vielleicht nicht mehr so viel Spaß an dem Buch.
Was es aber definitiv deutlich macht, ist, dass es durchaus schnell gehen kann, dass man durch gewisse Lebenssituationen in eine Depression gerät, wie viele Dinge oft im Zusammenspiel dazu führen und man selbst noch seines dazu tut.
Vielleicht ist das Buch auch ein wenig erschreckend, weil man sich in dem einen oder anderen Moment selbst erkennt.
Das Buch ist recht kurz, aber ich finde, es reicht so auch. Es zeigt eben recht gerafft, was es zeigen will und das ist völlig in Ordnung in der Form.
Der Stil ist wie immer aufs Wesentliche reduziert, das Thema Homosexualität wieder allgegenwärtig, aber nie im Mittelpunkt.

Mittwoch, 19. April 2017

Dir zu gehören (Anna Martin)

Titel: Dir zu gehören
Autor: Anna Martin
Verlag: Dreamspinner Press
Seitenzahl: 236 Seiten
Beschreibung: Seit 3 Jahren lebt Jesse nun schon mit seinem Dom Will in einer Beziehung und eigentlich läuft auch alles super zwischen ihnen. Ein Autounfall bringt ihre Beziehung jedoch deutlich ins Wanken und plötztlich müssen sie auch erkennen, dass zuvor schon nicht mehr alles so perfekt war, wie gedacht. Nun liegt es an ihnen, ob sie ihre Liebe noch retten können.

Meine Meinung:

Ich war von Teil 1 dieser Reihe ja schon sehr begeistert und hatte ein wenig Angst vor der Fortsetzung, weil ich einfach dachte, dass diese sicher nicht an den ersten Teil anknüpfen kann. Aber tatsächlich habe ich an diesem zweiten Teil nichts auszusetzen.
Im Gegenteil, ich bin wirklich absolut begeistert von diesem Buch.
Ich finde, es gelingt Anna Martin sehr gut, die Emotionen in dem Buch so rüberzubringen, dass man sie wirklich nachempfinden kann und verstehen kann, was die Protagonisten in der Geschichte durchmachen müssen. Man spürt, wie ihre Beziehung zu scheitern droht, erkennt aber auch ganz deutlich, dass sie bereit sind, wirklich dafür zu kämpfen, wieder alles ins Lot zu bringen. Es zeigt auch deutlich zwei unterschiedliche Arten, mit so einer Stresssituation umzugehen und dass man eben auch mal einen Kompromiss schließen oder – auf gut Deutsch – einfach mal die Klappe halten muss, damit eine Beziehung wirklich funktionieren kann. Ich finde es super, dass sich ein Buch mal mit den Problemen in einer Beziehung und der Dynamik innerhalb einer solchen auseinandersetzt, weil es so was eigentlich kaum gibt, darin aber doch die eigentliche Arbeit besteht. Zueinander findet man schnell, aber dieses Miteinander dann zu halten, das ist die eigentliche Herausforderung.
Zudem gelingt es auch noch, die Probleme so darzustellen, dass es weder übertrieben wirkt, noch zu schnell wieder in Friede, Freude, Eierkuchen umschwenkt.
Was mir besonders gefallen hat, waren die BDSM-Elemente, die immer wieder auch Thema in ihrer Beziehung sind. Das Buch enthält eigentlich kaum BDSM, aber das macht nichts, man vermisst es nicht, weil das Thema dennoch allgegenwärtig ist und immer mal wieder auftaucht. Es braucht nicht unbedingt eine Sexszene, um BDSM in einem Buch wirken zu lassen.
Und ich finde es hier wirklich großartig gelungen, wie dargestellt wird, dass man manchmal BDSM und eine Beziehung separat von einander betrachten und in Angriff nehmen muss, es aber dennoch immer wieder auch zusammenspielt. Das ist ein sehr komplexes und auch sehr schwer zu begreifendes Thema, was für Laien sicherlich kaum nachvollziehbar ist, aber hier ist es tatsächlich so schlüssig dargestellt, dass man es eigentlich verstehen müsste.
Es zeigt eben deutlich, dass es nie nur eines geben kann, also nur Beziehung oder BDSM, man nicht verzichten sollte, sondern beides braucht.
Ich finde auch, dass die Ich-Perspektive hier sehr gut gewählt ist, dass man sich als Leser noch mal besser in die Situation hineinversetzen kann.
Allgemein gefällt mir der Still von Anna Martin sehr gut und er passt hier auch perfekt dazu, sehr einfühlsam, aber auch sehr lässig, so dass es einfach Spaß macht, das Buch zu lesen und man auch von so ernsten Themen nicht heruntergezogen wird.
Ihr seht, ich bin voller Lob und ich wüsste jetzt auch nichts zu kritisieren. Ein wirklich klasse Buch!

Samstag, 15. April 2017

Rauschgefühle (Jannis Plastargias)

Titel: Rauschgefühle
Autor: Jannis Plastargias
Verlag: Astikos
Seitenzahl: 222 Seiten
Beschreibung: Jonas' Leben könnte nicht besser sein, er genießt seine Zeit mit seinem Freund Paul. Doch als sein Kumpel Fabi einen Schicksalsschlag erleidet, ist nichts mehr wie vorher und Jonas muss zusehen, wie dieser immer weiter abzurutschen droht.

Meine Meinung:

Ich habe bei diesem Buch ein bisschen das Problem gehabt, dass ich zwar Plattenbaugefühle gelesen habe, aber nicht den zweiten Teil (dies ist Teil 3). Dadurch war ich gar nicht mit im Bilde, wie die Geschichte verlaufen ist, allerdings muss man sagen, dass ich doch recht schnell wieder rein gekommen bin. Glücklicherweise wird mal grob immer wieder darauf eingegangen, was eigentlich in Teil 2 so passiert ist, so dass ich dann einigermaßen im Bilde war. Außerdem habe ich das Gefühl, dass Teil 2 jetzt nicht sooo viel Einfluss auf Teil 3 hat, so dass es jetzt nicht sehr schlimm war, dass ich das Buch nicht gelesen habe.
Aber ich empfehle euch echt, vorher den zweiten Teil zu lesen, weil es schon anfangs etwas verwirrend ist.
Der Stil besteht aus kurzen Sätzen. Das ist echt nicht so meins, ich kritisiere so was auch gern bei anderen Büchern, weil es mir einfach nicht gefällt. Ich habe dann immer das Gefühl, dass man sich nicht wirklich in die Geschichte reinfallen lassen kann. Allerdings muss man es differenziert betrachten: Dieses Buch ist ja doch ein Jugendbuch und ich glaube, so für Jugendliche ist das ein Stil, mit dem viele sicher gut klarkommen werden. Es liest s ich eben dadurch relativ schnell und einfach.
Man merkt auch wirklich, dass es ein Jugendbuch ist und dass sich da jemand auch wirklich Gedanken über die Welt der Jugendlichen gemacht hat. Ich finde, der Alltag und auch die Gefühle der Protagonisten werden unheimlich authentisch dargestellt. Vielleicht kann ich mich damit nicht so identifizieren, mir ist solch ein Stadtleben – gerade auch in diesen Vierteln, in denen die Charaktere leben – einfach fremd. Ich bin ein unbescholtenes Dorfkind, hier ist alles noch fernab der bösen Großstadteinflüsse.
Aber auch ich muss erkennen, dass es wirklich sehr realistisch dargestellt ist, auch wie die Jugendlichen zu Drogen kommen, wie sie versuchen, ihre Gefühlswelt damit in Kontrolle zu bekommen und wie das letztlich in Abhängigkeit ausartet. Und darum geht es in dem Buch ja auch. Es geht auch viel um die Beziehung der beiden Protagonisten, aber es steht nicht allein im Vordergrund, weil auch das Thema Abhängigkeit und Drogen hier viel Raum einnimmt, was ich gut finde, weil ich nicht der Meinung bin, dass das Thema „Homosexualität“ immer im Vordergrund stehen muss.
Was mich ein wenig gestört hat, war, dass dadurch, dass auch viel Alltag erzählt wird, immer mal wieder sehr Unwichtige Dinge erläutert werden, die ein wenig langweilig sind, weil sie nicht zwingend zum Geschehen im Buch beitragen. Wie gesagt, es schildert eben die Welt der Charaktere und macht sie auch irgendwie echt, aber es ist halt nicht sooo spannend.
Auch nicht so schön fand ich, dass hier wieder das Thema Dreierbeziehung angesprochen wurde. Ich weiß nicht, es ist einfach nicht meins. Und ich kann das auch immer absolut gar nicht nachvollziehen. Ich glaube, für mich wäre das einfach ein Trennungsgrund und ich komm nicht so darauf klar, wenn andere sich damit einigen und arrangieren. Aber gut, muss jeder selbst wissen.

Mittwoch, 12. April 2017

Langer Weg zum Glück (Chris McHart)

Hi!

Eine neue Rezension, wie versprochen.


Titel: Langer Weg zum Glück
Autor: Chris McHart
Verlag: MAIN Verlag
Seitenzahl: 320 Seiten
Beschreibung: Nachdem Sebastian betrunken einen Unfall verursacht, muss er Sozialstunden in einem Rehazentrum ableisten. Dort trifft er auf Ben, der nach einem Unfall im Rollstuhlsitzt und sein Leben verflucht. Die beiden kommen sich schnell näher, doch sie ahnen nicht, dass ihr Schicksal enger miteinander verwoben ist, als es zunächst scheint.

Meine Meinung:

Ich fand das Buch wirklich schön und habe es auch echt verschlungen.
Was mir an dem Buch einfach sehr gut gefallen hat, ist, dass es wirklich ein langer Weg zum Glück ist. Es gibt so viele Aufs und Abs und immer wenn man denkt, dass sie jetzt langsam zueinander finden, geschieht wieder etwas, dass sie auseinander treibt, dann stehen sie sich selbst im Weg… also, ich kann das gar nicht so richtig beschreiben, ohne jetzt zu viel zu verraten: sagen wir einfach, dass es echt relativ lang dauert, bis sie zueinander finden und dass dieser Weg aber auch wirklich authentisch und einfach schön beschrieben ist.
Obwohl es so lange dauert, hatte ich jetzt nicht das Gefühl, dass es irgendwie jemals an einer Stelle langweilig war. Ich habe auch nie gedacht, dass sie sich ja jetzt mal zusammenreißen könnten, sondern ich fand es immer sehr realistisch, wie sie gehandelt und gedacht haben. Soll heißen, ich hätte es jetzt nicht beschleunigt lesen wollen, sondern das Tempo, dass die beiden sozusagen da selbst anschlagen, fand ich genau richtig.
Der Stil hat mir auch sehr gut gefallen, es war auch immer wieder abwechselnd von den beiden zu lesen, so dass man da auch wirklich jede Sichtweise so ein bisschen als Leser mitbekommen hat – ansonsten flüssig und einfach so, dass man sich in das Buch und in die Charaktere hat fallen lassen können.
Was mir auch gut gefallen hat ist, dass Ben ja eben eine Behinderung hat und sich deshalb auch weniger liebenswert findet, er glaubt eben, dass er keine Beziehung mehr haben kann, weil er glaubt, dass kein Mann ihn so mag, wie er ist.
Ich finde das echt schön, dass in dem Buch so auf dieses Thema eingegangen wird, dass man auch klar nachvollziehen kann, warum Ben diese Gedanken hegt. Ich finde, das gibt einen eben einfach einen schönen Einblick und zeigt aber auch gleichzeitig, dass solche Gedanken wirklich schwachsinnig sind und der Wert eines Menschen nicht von seiner Bewegungsfreiheit abhängig ist.
Mir gefällt auch, dass so ein bisschen das Thema Sucht aufkommt. Ich hätte es nicht zwingend gebraucht, ich verstehe aber, warum Sebastian anfällig ist und ich finde, man hätte es auch noch vertiefen können, wenn man es denn schon anspricht, aber letztlich war es so auch okay.
Sexszenen gibt es nur so… ich mag jetzt nicht zu viel verraten, sagen wir, es kommt nicht bis zum Äußersten, was ich aber ganz gut finde, weil es mal eine andere Art von Sex ist und weil es aber gelungen ist, das Buch dennoch erotisch gestalten. Also sexuell angehauchte Szenen fand ich auch wirklich gut gestaltet.

Samstag, 8. April 2017

Die richtigen Worte (Lane Hayes)

Hey ihr Lieben!

Gleich vorweg: Es tut mir leid, dass die Rezensionen in nächster Zeit nur in dieser gekürzten Fassung kommen werden. Aber ich dachte mir, lieber kurze Rezis als gar keine Rezis.
Und um euch dafür ein wenig zu entschädigen, dass die Rezis jetzt aussehen, wie sie eben aussehen, kann ich euch zumindest versprechen, dass in der nächsten Zeit erstmal jeden Samstag und jeden Mittwoch eine Rezension kommen wird.
Jetzt viel Spaß bei der Rezension.

Titel: Die richtigen Worte
Autor: Lane Hayes
Verlag: Dreamspinne Press
Seitenzahl: 235 Seiten
Beschreibung: Luke leidet noch immer unter einer gescheiterten Beziehung, möchte aber unbedingt wieder sein Leben in den Griff kriegen. Deshalb nimmt er den Auftrag des Profisportlers Michael an, dessen Haus zu renovieren. Dabei kommen sich die beiden zwar näher, jedoch müssten sie ein Leben im Verborgenen führen, um Michaels Karriere nicht zu gefährden.

Meine Meinung:

Ein, wie ich finde, sehr geniales Buch! Mir gefällt schon allein der Schreibstil richtig gut. Ich mag den Stil von Lane Hayes ja eh, aber hier wurde ich wieder einmal in meiner Meinung bestätigt. Ich finde, das Buch enthält eine ganz leichte Brise Humor, keine wirkliche Slapstickkomik, sondern einfach nur eine witzige Erzählweise, weil der Ich-Erzähler eben einfach alles so schön humorvoll rüberbringt. Teilweise gibt es auch witzige Gespräche, die aber nie künstlich wirken.
Ich mag es, dass der Hauptcharakter ein wenig paranoid ist und sich einfach über alles viel zu viele Gedanken macht, weil das zum einen witzig ist und zum anderen aber auch dafür sorgt, dass man sich selbst ein wenig mit ihm identifizieren kann. Mir ging es da echt so, weil ich wirklich genauso bin. Und ich finde, so was macht den Charakter dann einfach sehr menschlich und das gefällt mir unglaublich gut an diesem Buch.
Für mich hat das Buch genau die richtige Spur Drama. Man hat nicht das Gefühl, das etwas übertrieben wurde oder zusammengebastelt ist, um jetzt möglichst dramatisch zu sein, aber dennoch ist es spannend bis zum Ende – auch dann, wenn eigentlich nicht wirklich etwas passiert, weil eben einfach die Frage offen ist, wie sich ihre Beziehung nun entwickelt und was passieren wird, wenn es sich zu einer richtigen Beziehung entpuppt.
Hauptsächlich bezieht sich die Unsicherheit der Beziehung natürlich auf Michaels Profisportlerkarriere. Ich finde es schön, dass wieder einmal die Frage, ob ein Profisportler schwul sein darf, in einem Buch behandelt wird, allerdings finde ich, dass es noch etwas tiefer hätte gehen können. Dadurch, dass das Buch nicht aus Michaels Sicht ist, bekommt man eigentlich relativ wenig von dieser Seite der Geschichte mit. Es ist zwar so, dass es im Hintergrund allgegenwärtig ist und ihre Beziehung beeinflusst, aber einen wirklichen Sportroman kann man das Buch nicht nennen. Das ist natürlich für alle die schön, die vielleicht sonst vom Thema Sport abgeschreckt werden, aber wer einen Sportroman erwartet, könnte natürlich ein wenig enttäuscht sein, wenn Fußball dann eigentlich keine wirkliche Rolle spielt.
Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich auch mit viel mehr Sport gerechnet habe (und mich darauf gefreut habe, weil ich wirklich gerne Sportromane lese), aber nicht enttäuscht war, weil das Buch auch ohne Sport einfach toll ist.
Zu guter letzt, die Sexszenen: Es gibt welche und ich finde, sie sind auch echt schön dargestellt. Mehr kann man dazu eigentlich gar nicht sagen.
Für mich passt in diem Buch wirklich alles und ich kann es euch nur empfehlen. Wie schon gesagt, ist es kein Sportroman, aber egal, ob ihr das jetzt gut oder schade findet, lesenswert ist das Buch so oder so.

Samstag, 25. März 2017

Say yes (J. R. Grey) [Q] [E]

Hi!

Seit langem mal wieder ein englisches Buch, muss auch mal wieder sein, oder?
Und zwar handelt es sich um "Say yes" von J. R. Grey. Das Buch wird frei publiziert, umfasst 113 Seiten und handelt von Charles, der an James eine devote Seite entdeckt, die dieser jedoch zu unterdrücken versucht.


Beschreibung:

Als Charles auf James trifft, erkennt er sofort, dass dieser der geborene Sub ist. Doch jeder Versuch, diesen in sein Bett zu kriegen, scheitert. Denn James möchte all das nicht. Er möchte seine devote Seite nicht ausleben und er möchte sich nicht auf einen schnellen Spaß einlassen.Wenn er "Ja" zu Charles Angebot sagen würde, würde dies seine gesamt Welt ins Wanken bringen.

Meine Meinung:

Mir hat das Buch richtig gut gefallen, weil es hier eben nicht gleich zur Sache geht, sondern Charles und James ein wenig um einander herum schwänzlen, ehe sie sich annähern. Ich mag es, wie James doch immer wieder "entkommen" kann, es ist teilweise sehr amüsant mitzulesen.
Gleichzeitig erkennt man aber, dass es James eigentlich will und vor allem erkennt man, wie sehr Charles James will und wie viel Mühe er sich damit macht, den Jungen zu einer Session zu bringen. Ich finde dieses langsame Tempo schön, zumal es dennoch ganz sexy ist. Und es lohnt sich, denn am Ende sagt James natürlich doch noch "ja".
BDSM ist hier wirklich ganz schön beschrieben, aber mir ist das Buch eben mehr in Erinnerung geblieben, weil die Gedanken und Gefühle der beiden doch gut rüberkomme. Eben dadurch, dass nicht sofort Action ist, kann man gut die Zweifel erkennen, die James plagen.
Der Stil gefällt mir auch sonst gut, sehr flüssig und ausgeschmückt, trotz der wenigen Seiten.

Verständichkeit:

Ich bin wirklich gut durchgekommen, man kann da Buch auch verstehen, wenn man nicht so gutes Englisch hat. Ich würde es nicht als Einsteigerbuch empfehlen, aber so generell kann man mit ein bisschen Verständnis hier gut mit klarkommen.
Es sind weder sonderlich schwere Vokabeln dabei, noch ist die Sprache sonderlich kompliziert. Zudem ist das Buch recht kurz, so dass es aufs Wesentliche beschränkt bleibt.

Zielgruppe:

Wie gesagt, man kann hier auch mit nicht sooo gutem Englisch gut klarkommen. Ansonsten umfasst es ein wenig BDSM und Kink, man muss das also durchau mögen, um hier Freude dran zu haben. Ansosnten ist es einfach eine schöne, sexy Geschichte, die trotz ihrer nicht all zu großen Länge ein schönes Leseerlebnis beschehrt.

 Jetzt bringe ich nur einmal in der Woche einen Post und bin trotzdem unzufrieden. Verrückt, oder? Erst ist es mir zu viel, dann zu wenig...
Jules :)

Samstag, 11. März 2017

Steigende Preise bei eBooks? [K]

Hi!

Vor einigen Tagen ist mir etwas aufgefallen, was ich gerne mit euch teilen möchte. Es ist nicht so, dass ich hierzu aufwändige Statistiken erstellt haben, aber es ist eben mein Eindruck und in erster Linie würde ich von euch gerne wissen, ob ihr diesen Eindruck bestätigen könnt oder ob ich nur weiße Mäuse sehe.
Seid einiger Zeit lese ich über Kindle Unlimited, aber weil ich ein sehr raffgieriger Mensch bin (;D), kaufe ich auch sehr viele Bücher trotzdem, statt sie nur zu leihen. Und dann kommt natürlich noch dazu, dass nicht jedes Buch über Kindle Unlimited zu erhalten ist. Fakt ist: Ich gebe im Monat noch immer viel Geld für Bücher aus und muss deshalb natürlich auch immer mein Budget irgendwie planen.
Was das anfangs gar kein Problem, habe ich neulich einen wahren Schock erlitten, als ich meine Bücher auf der Wunschliste durchgegangen bin. Ich glaube, ich habe kein einziges Buch mehr darauf, dass weniger als fünf Euro kostet. Und wenn ich jetzt bedenke, dass ich „früher“ mit 20 Euro im Monat locker hingekommen bin, wüsste ich jetzt nicht, wie ich sagen wir sieben Blogposts jetzt noch mit nur 20 Euro finanzieren sollte. Das würde bedeuten, dass ich nur knapp 3 Euro für ein Buch ausgeben dürfte – absolut unmöglich, wenn das billigste 5,99 Euro auf meiner Wunschliste ist. Jetzt kann mir doch niemand sagen, dass es früher nicht anders war.
Ja, wir wissen alle, es gibt jetzt 19% Umsatzsteuer auf eBooks, nicht mehr nur 7%. Und ja, natürlich werden Bücher dann ein paar Cent teurer. Aber warum ein Buch plötzlich statt 3,99 Euro 5,99 Euro kostet, das erklärt uns die liebe Umsatzsteuer nicht. Weil, ich rechne euch vor: 3,99 Euro wären früher netto 3,73 Euro gewesen. Darauf dann 19% sind: 4,44 Euro. Wir runden mal zu einer netten Summe: 4,50 Euro. Wo aber kommt der zusätzliche Euro dann bitte her? Hinzu kommt ja noch, dass viele eBooks jetzt mit 6,99 Euro auf den Markt gehen. Vor einiger Zeit noch, hatte ich ganz selten ein Buch mit 6,99 Euro auf der Wunschliste und wenn, dann war es von einem Verlag und ich habe es eingesehen, dass da noch gewisse Kosten gedeckt werden müssen. Das tue ich auch immer noch.
Aber liebe frei publizierenden Menschen da draußen: Warum kosten eure Bücher denn bitte genauso viel, wie die eBooks eines Verlages?
Ich sehe das irgendwie nicht so richtig ein, für ein Buch, dass vermutlich nicht mal jemand Korrektur gelesen hat, so viel Geld zu bezahlen. Am Ende zahle ich rund 7 Euro für Schrott.
Und die Krönung bilden die lieben Kurzgeschichten. Für einen Witz von einem Buch, sagen wir mal 30 Seiten, werden 3,99 Euro verlang. Früher gab es das für 0,99 bis 1,99 Euro. Ein Preis, den ich akzeptabel finde. Aber dass ich fast 4 Euro für etwas ausgebe, dass weder literarisch wertvoll, noch stilistisch schön, noch schreibfehlerfrei ist, das ist ja wohl eine Frechheit.
Witziger Weise finde ich auch, dass es nur bei eBooks der Fall ist. Prints erachte ich jetzt nämlich nicht als wesentlich teurer wie sonst auch. Aber eben weil ich ja nicht mal mehr einen Quickie für unter einen Euro kaufen kann, war ich doch ein wenig erzürnt. Oder sagen wir besser: Mega angepisst!
Deshalb sagt jetzt mal an: Habt ihr den gleichen Eindruck wie ich? Wurde dieses Drama um 19% Umsatzsteuer vielleicht dafür verwendet, die Preise schleichend komplett zu erhöhen? Oder liegt es einfach an den Büchern, die ich auf der Wunschliste habe? Lest ihr immer noch welche für 3,99 Euro? Oder habt ihr vielleicht einen ähnlichen Effekt bemerkt? Kennt ihr vielleicht noch einen anderen Grund, warum dies so sein könnte – literarische Wirtschaftskrise, von der ich nichts mitbekommen habe oder so? Schreibt einfach mal in die Kommentare, was ihr so denkt, es würde mich echt mal interessieren.

Jules :)