Samstag, 25. März 2017

Say yes (J. R. Grey) [Q] [E]

Hi!

Seit langem mal wieder ein englisches Buch, muss auch mal wieder sein, oder?
Und zwar handelt es sich um "Say yes" von J. R. Grey. Das Buch wird frei publiziert, umfasst 113 Seiten und handelt von Charles, der an James eine devote Seite entdeckt, die dieser jedoch zu unterdrücken versucht.


Beschreibung:

Als Charles auf James trifft, erkennt er sofort, dass dieser der geborene Sub ist. Doch jeder Versuch, diesen in sein Bett zu kriegen, scheitert. Denn James möchte all das nicht. Er möchte seine devote Seite nicht ausleben und er möchte sich nicht auf einen schnellen Spaß einlassen.Wenn er "Ja" zu Charles Angebot sagen würde, würde dies seine gesamt Welt ins Wanken bringen.

Meine Meinung:

Mir hat das Buch richtig gut gefallen, weil es hier eben nicht gleich zur Sache geht, sondern Charles und James ein wenig um einander herum schwänzlen, ehe sie sich annähern. Ich mag es, wie James doch immer wieder "entkommen" kann, es ist teilweise sehr amüsant mitzulesen.
Gleichzeitig erkennt man aber, dass es James eigentlich will und vor allem erkennt man, wie sehr Charles James will und wie viel Mühe er sich damit macht, den Jungen zu einer Session zu bringen. Ich finde dieses langsame Tempo schön, zumal es dennoch ganz sexy ist. Und es lohnt sich, denn am Ende sagt James natürlich doch noch "ja".
BDSM ist hier wirklich ganz schön beschrieben, aber mir ist das Buch eben mehr in Erinnerung geblieben, weil die Gedanken und Gefühle der beiden doch gut rüberkomme. Eben dadurch, dass nicht sofort Action ist, kann man gut die Zweifel erkennen, die James plagen.
Der Stil gefällt mir auch sonst gut, sehr flüssig und ausgeschmückt, trotz der wenigen Seiten.

Verständichkeit:

Ich bin wirklich gut durchgekommen, man kann da Buch auch verstehen, wenn man nicht so gutes Englisch hat. Ich würde es nicht als Einsteigerbuch empfehlen, aber so generell kann man mit ein bisschen Verständnis hier gut mit klarkommen.
Es sind weder sonderlich schwere Vokabeln dabei, noch ist die Sprache sonderlich kompliziert. Zudem ist das Buch recht kurz, so dass es aufs Wesentliche beschränkt bleibt.

Zielgruppe:

Wie gesagt, man kann hier auch mit nicht sooo gutem Englisch gut klarkommen. Ansonsten umfasst es ein wenig BDSM und Kink, man muss das also durchau mögen, um hier Freude dran zu haben. Ansosnten ist es einfach eine schöne, sexy Geschichte, die trotz ihrer nicht all zu großen Länge ein schönes Leseerlebnis beschehrt.

 Jetzt bringe ich nur einmal in der Woche einen Post und bin trotzdem unzufrieden. Verrückt, oder? Erst ist es mir zu viel, dann zu wenig...
Jules :)

Samstag, 11. März 2017

Steigende Preise bei eBooks? [K]

Hi!

Vor einigen Tagen ist mir etwas aufgefallen, was ich gerne mit euch teilen möchte. Es ist nicht so, dass ich hierzu aufwändige Statistiken erstellt haben, aber es ist eben mein Eindruck und in erster Linie würde ich von euch gerne wissen, ob ihr diesen Eindruck bestätigen könnt oder ob ich nur weiße Mäuse sehe.
Seid einiger Zeit lese ich über Kindle Unlimited, aber weil ich ein sehr raffgieriger Mensch bin (;D), kaufe ich auch sehr viele Bücher trotzdem, statt sie nur zu leihen. Und dann kommt natürlich noch dazu, dass nicht jedes Buch über Kindle Unlimited zu erhalten ist. Fakt ist: Ich gebe im Monat noch immer viel Geld für Bücher aus und muss deshalb natürlich auch immer mein Budget irgendwie planen.
Was das anfangs gar kein Problem, habe ich neulich einen wahren Schock erlitten, als ich meine Bücher auf der Wunschliste durchgegangen bin. Ich glaube, ich habe kein einziges Buch mehr darauf, dass weniger als fünf Euro kostet. Und wenn ich jetzt bedenke, dass ich „früher“ mit 20 Euro im Monat locker hingekommen bin, wüsste ich jetzt nicht, wie ich sagen wir sieben Blogposts jetzt noch mit nur 20 Euro finanzieren sollte. Das würde bedeuten, dass ich nur knapp 3 Euro für ein Buch ausgeben dürfte – absolut unmöglich, wenn das billigste 5,99 Euro auf meiner Wunschliste ist. Jetzt kann mir doch niemand sagen, dass es früher nicht anders war.
Ja, wir wissen alle, es gibt jetzt 19% Umsatzsteuer auf eBooks, nicht mehr nur 7%. Und ja, natürlich werden Bücher dann ein paar Cent teurer. Aber warum ein Buch plötzlich statt 3,99 Euro 5,99 Euro kostet, das erklärt uns die liebe Umsatzsteuer nicht. Weil, ich rechne euch vor: 3,99 Euro wären früher netto 3,73 Euro gewesen. Darauf dann 19% sind: 4,44 Euro. Wir runden mal zu einer netten Summe: 4,50 Euro. Wo aber kommt der zusätzliche Euro dann bitte her? Hinzu kommt ja noch, dass viele eBooks jetzt mit 6,99 Euro auf den Markt gehen. Vor einiger Zeit noch, hatte ich ganz selten ein Buch mit 6,99 Euro auf der Wunschliste und wenn, dann war es von einem Verlag und ich habe es eingesehen, dass da noch gewisse Kosten gedeckt werden müssen. Das tue ich auch immer noch.
Aber liebe frei publizierenden Menschen da draußen: Warum kosten eure Bücher denn bitte genauso viel, wie die eBooks eines Verlages?
Ich sehe das irgendwie nicht so richtig ein, für ein Buch, dass vermutlich nicht mal jemand Korrektur gelesen hat, so viel Geld zu bezahlen. Am Ende zahle ich rund 7 Euro für Schrott.
Und die Krönung bilden die lieben Kurzgeschichten. Für einen Witz von einem Buch, sagen wir mal 30 Seiten, werden 3,99 Euro verlang. Früher gab es das für 0,99 bis 1,99 Euro. Ein Preis, den ich akzeptabel finde. Aber dass ich fast 4 Euro für etwas ausgebe, dass weder literarisch wertvoll, noch stilistisch schön, noch schreibfehlerfrei ist, das ist ja wohl eine Frechheit.
Witziger Weise finde ich auch, dass es nur bei eBooks der Fall ist. Prints erachte ich jetzt nämlich nicht als wesentlich teurer wie sonst auch. Aber eben weil ich ja nicht mal mehr einen Quickie für unter einen Euro kaufen kann, war ich doch ein wenig erzürnt. Oder sagen wir besser: Mega angepisst!
Deshalb sagt jetzt mal an: Habt ihr den gleichen Eindruck wie ich? Wurde dieses Drama um 19% Umsatzsteuer vielleicht dafür verwendet, die Preise schleichend komplett zu erhöhen? Oder liegt es einfach an den Büchern, die ich auf der Wunschliste habe? Lest ihr immer noch welche für 3,99 Euro? Oder habt ihr vielleicht einen ähnlichen Effekt bemerkt? Kennt ihr vielleicht noch einen anderen Grund, warum dies so sein könnte – literarische Wirtschaftskrise, von der ich nichts mitbekommen habe oder so? Schreibt einfach mal in die Kommentare, was ihr so denkt, es würde mich echt mal interessieren.

Jules :)

Samstag, 4. März 2017

Guards of folsom: Gezügelt (SJD Peterson)

Hallo meine Lieben!

Heute gibt es wieder BDSM und zwar aus der wundervollen Guards of Folsom-Reihe von SJD Peterson. Der dritte Band nennt sich "Gezügelt", umfasst 253 Seiten und erschien im Cursed Verlag. Er handelt von Max, der im Coffeeshop auf den unerfahrenen Sub Aiden trifft.
Ihr müsst die anderen Teile nicht zwingend gelesen haben, um den Band zu verstehen, allerdings hängen sie grob zusammen, heißt, ihr erfahrt in den anderen Büchern etwas über die anderen Paare im Guards of Folsom.
Hier die Rezensionen zu "Berührt" und "Gefunden".


Beschreibung:

Eigentlich wollte Max nur einen Kaffee, aber dann trifft er im Coffeeshop auf Aiden und sofort steht seine Welt Kopf. Der junge Mann ist einfach perfekt und eindeutig ein Sub. Nur leider hat Aiden noch keinerlei Erfahrung im BDSM-Bereich und so steht Max vor der Herausforderung, nicht nur Aidens Herz zu gewinnen, sondern ihn auch in eine ganz fremde Welt einzuführen.

Meine Meinung:

Wenn ihr meine Rezensionen zu den anderen Teilen der Reihe kennt, werdet ihr wissen, dass ich bisher gerne mal bemängelt habe, dass es durchaus noch ein wenig mehr BDSM hätte sein können. Umso mehr hat mich dieser Teil erfreut, denn hier ist BDSM wirklich fester Bestandteil und zeigt sich in vielen kleineren und größeren Sessions. Ich finde es schön, dass diese Sexszenen hier so gut ausgearbeitet sind, denn schließlich erwartet man ja auch genau das, wenn man ein BDSM-Buch kauf. Außerdem liebe ich das Buch dafür, dass es die Welt des BDSM so genau erklärt und zwar so, dass auch Anfänger (wie Aiden nun mal selbst einer ist) sie verstehen können. Ich denke, damit ist das Buch auch gut für Einsteiger in dieses Unter-Genre geeignet.
Der Schreibstil ist schön, flüssig und detailliert. Mir gefällt, dass viel auf Aidens Sorgen eigegangen wird und sich so ein bisschen mit der Frage beschäftigt wird, ob sich ein Sub in der Dominanz seines Masters verlieren kann. Ich denke auch, dass diese Frage im Buch gut beantwortet wird.
Schön ist auch, dass man erkennt, dass auch ein Dom (also Max) nicht immer perfekt ist, dass hier nun mal Menschen agieren und auch mal versagen. Ich mag es, wie auf beiden Seiten einerseits Fehler gemacht werden, aber auch sehr viel Mühe in die Sache gelegt wird, weil beide nun mal wollen, dass es mit ihnen funktioniert. Ich finde, dadurch zeigt sich ihre Liebe besonders klar und das ist eine viel schönere Darstellung, wie es jede kitschige Szene sein könnte.
Kitsch kommt in der Geschichte übrigens gar nicht vor, auch wenn am Ende des Buches kurz mal eine etwas romantischere Szene vorkommt.
Übrigens hat es mich sehr gefreut, dass hier mal eine etwas andere Art von BDSM unterkommt, wie man sie aus anderen Büchern kennt: Pony-Play. Ich glaube, das ist nicht für jeden etwas (ich mag es auch nicht sooo), aber hier wird es wirklich nur gemäßigt, dafür aber sehr sexy erzählt, so dass man da sicher Freude dran haben kann.
Wirklich sehr gelungen, dieses Buch - bis jetzt gefällt es mir in dieser Reihe echt am besten.

Zielgruppe:

Für Fans von BDSM und auch für solche, die gerne Fan werden möchten. Ich finde, die Geschichte ist wunderbar erzählt und der Stil ist schön. Das Buch schildert BDSM auf eine schöne Art und Weise und alleine schon deshalb, aber auch, weil ich es sonst etwas toll fand, gibt es eine klare Leseempfehlung von mir.

Manchmal lese ich länger kein BDSM und dann fällt mir so ein Buch in die Hände und dann frage ich mich, wie ich nur je etwas anderes habe lesen können. :D
Jules :)

Samstag, 25. Februar 2017

Es kommt immer anders, als man denkt [K]

Hi!

Ehrlich gesagt, hätte ich diesem Thema wohl nie wirklich Bedeutung beigemessen und darüber geschrieben, wenn ich nicht neulich ein Buch in Händen gehalten hätte, dass Anreiz genug für mich war, es doch zu tun.
Wahrscheinlich kennt diese Situation jeder von euch. Man liest die Buchbeschreibung und hat sofort eine grobe Vorstellung von der Geschichte vor Augen, anhand derer man dann entscheidet, ob man das Buch lesen möchte oder nicht. Wenn man sich dann dazu entscheidet und die Geschichte aber plötzlich so ganz anders ist, als gedacht, ist man auf einmal völlig (grundlos) enttäuscht. Grundlos, wenn das Buch vielleicht trotzdem toll ist, man aber einfach etwas anderes erwartet hat und deshalb der tatsächliche Handlung nichts abgewinnen kann. Oder aber wirklich begründet, weil einem das Buch einfach nicht gefallen hat, obwohl man es sich doch so schön ausgemalt hat.
Selbstverständlich kann diese Reaktion auch positiv ausfallen. Vielleicht hatte man nicht all zu große Erwartungen an ein Buch und wird positiv überrascht. Oder es gefällt einem einfach noch besser als das, was man sich schon ausgemalt hat. Solange es so ist, ist ja alles gut – blöd ist es eben nur, wenn es einem dann geht wie mir und man so richtig frustriert ist.
So ging es mir neulich. Eine Buchbeschreibung sprach mich an, es klang für mich ein wenig psycho und düster und einfach so, wie ich es gerne mag. Ich musste das Buch unbedingt haben und als ich es dann gelesen habe, war ich maßlos enttäuscht, weil meine Vorstellung einfach überhaupt nicht zu dem Buch gepasst hat. Es war dann eine ganz normale Liebesgeschichte mit ein wenig Abenteuer und allem, aber eben einfach nicht psycho. Und ja, ich gebe es zu, ich war mega enttäuscht und ich musste dann bei der Rezension wirklich aufpassen, meine Enttäuschung nicht einfließen zu lassen. Genau das ist nämlich das Problem. Man neigt dann dazu, ein Buch schlecht zu bewerten, weil es nicht ist, wie man es sich gedacht hat und gibt ihm damit eigentlich gar nicht wirklich eine Chance. Sowas ist ziemlich unschön für den Leser und natürlich auch für den Autor.
Doch wie kann man nun vermeiden, dass ein Leser eine allzu verschobene Vorstellung von der Geschichte bekommt? Meistens liegt die Lösung im Klappentext, denn natürlich ist die Buchbeschreibung der häufigste Grund für falsche Erwartungen. Deshalb wirklich mein Appell an alle Autoren da draußen: erstellt einen passenden Klappentext!
Natürlich sollte man vermeiden, in der Beschreibung schon zu viel zu verraten, aber trotzdem sollte man die Story nicht verzerrt darstellen. Man sollte auf die tatsächlich Handlung eingehen und nicht auf etwas, dass im Buch dann nur eine müde Erwähnung findet. Ich weiß, es ist schwer, das alles unter einen Hut zu bringen, ohne zu viel vorweg zu werden. Aber wenn ihr euch wirklich sehr grob fassen müsst, achtet darauf, dass der Text nicht suggeriert, ein Thema zu behandeln, dass im Buch vielleicht nur der Anfang etwas ganz anderem ist und eigentlich gar nicht ausgeführt wird. Achtet darauf, dass man zumindest erahnen kann, in welche Richtung es gehen wird. Und schreibt lieber mal einen Satz zu viel als einen zu wenig.
Es gibt aber auch andere Dinge, die falsche Erwartungen schüren. Zum Beispiel das Cover. Irgendwie sollte das Cover schon zur Geschichte passen, ebenso der Titel. Ich hab mir auch schon ein Buch gekauft, weil sowohl Titel als auch Cover nach BDSM schrieen und es letztlich nur ganz normale Sexszenen hatte und ansonsten eher ein Jugendbuch war. Verstehe einer, warum man dann so ein Cover und so einen Titel ausgewählt hat… Deswegen, liebe Autoren, macht keine halbherzige Covergestaltung/Titelvergabe, sondern durchdenkt diese komplett. Man findet immer irgendwie etwas, dass einigermaßen zur Story passt.
Was ich auch schon hatte: Ein Autor ändert einen Schreibstil völlig und irritiert damit seine bestehenden Fans. Mal zum positiven, weil er sich verbessert hat, mal zum negativen, weil er nicht mehr das ist, was man mal geliebt hat. Vermeidet also allzu große Stilbrüche oder kündigt die wenigstens vorher an, so dass man gleich weiß, worauf man sich einlässt.
Ich weiß, ich gebe hier jetzt Tipps, obwohl ich selbst nie ein Buch herausgebracht habe und gar nicht weiß, wie schwer es teilweise ist, dass all das passt. Aber ich meine es ja nur gut. Es nützt ja niemanden etwas, wenn man als Leser eine völlig andere Erwartung hat und dann das Buch schlecht bewertet, weil sich diese nicht erfüllt.
Und auch ein kleiner Appell an alle Leser da draußen: Checkt vielleicht mal ein paar Rezensionen, um zu sehen, ob das Buch wirklich hält, was es verspricht – aber bitte von Leuten, deren Rezensionen ihr einschätzen könnt. Nicht, dass dann wieder eine Rezension eine falsche Erwartung auslöst, weil der Verfasser dieser einen ganz anderen Geschmack hat, als ihr…
Und wenn ihr jetzt denkt: OMG, das ist eine Wissenschaft für sich, dann kann ich euch beruhigen: Es gibt so viele Bücher, die genau das halten, was sie versprechen und wenn es diese Autoren geschafft haben, dann schafft ihr das auch bei eurem Buch.
Und wir als Leser müssen uns eben vor Augen halten, dass anders als erwartet nicht gleichbedeutend mit scheiße ist, sondern dass wir einem Buch auch dann noch eine reelle Chance geben, wenn es ganz anders ist, als gedacht. Weil ganz anders eben manchmal sehr viel besser ist.
Jules :)

Samstag, 11. Februar 2017

Eine Unverschämtheit ist das! [K]

Hi ihre Lieben!

Ihr wisst, dass ich eigentlich ein Verfechter freier Meinungsäußerung bin und immer wieder darüber predige, dass man in einer Rezension schreiben dürfen sollte, was man eben schreiben möchte, ohne dass irgendjemand einen für diese Meinung beschimpft oder in anderer Art und Weise angeht. Wenn allerdings Leute ihren persönlichen Frust in einer Rezension unterbringen, hat meine Toleranz ihre Grenzen.
In letzter Zeit habe ich mehrere Rezensionen auf Amazon entdeckt, die mich wirklich aufgeregt haben und die einfach nicht in Ordnung sind. Beispiel Nummer 1: Ein Buch bekam eine richtig schlechte Rezension, weil es die Liebe zwischen zwei Männern beschrieben und auch noch mit Sexszenen untermalt hat. Ja nun, das hätte man sich vielleicht auch vorher denken können, wenn doch groß und breit Gay Romance dabei steht und in der Buchbeschreibung auch noch darauf hingewiesen wird, dass in diesem Buch explizite Szenen zwischen zwei Männern dargestellt werden. Aber offenbar sind manche Leute zu – sorry – blöd, auch nur irgendetwas zu checken, oder aber die Rezension war nur ein Mittel zum Zweck, um mal wieder seine Homophobie kund zu tun. Was auch immer der Grund ist, warum man so etwas schreibt, das ist einfach scheiße und ich möchte solche Leute am liebsten ohrfeigen. Nein, schlimmeres… Ich meine, es geht nicht nur alleine darum, dass das ziemlich homophob ist, sondern einfach ums Prinzip. Ich kann keinen Krimi scheiße finden, weil darin ein Mord passiert. Ich kann keinen Comic scheiße finden, weil er aus Bildchen besteht. Und ich kann kein Gay Romance scheiße finden, weil darin Schwule vorkommen. So ein dummes Gelaber ist keine ernstzunehmende Rezension und hat NICHTS mit Meinungsfreiheit zu tun.
Beispiel Nummer 2: Ein Buch bekam nur einen von fünf Sternen, weil es eigentlich echt gut geschrieben ist, aber die Autorin leider eben weiblich ist. Laut besagtem Leser ist es nämlich eine Unverschämtheit, dass eine Frau sich einbildet, sie wüsste über das Innere eines Mannes bescheid und maßt sich auch noch an, darüber zu schreiben. Soll ich euch was sagen? Eine Unverschämtheit ist NICHT, dass eine Frau Gay Romance schreibt, eine Unverschämtheit ist, dass jemand sich hinstellt und ein gutes Buch schlecht redet, nur weil es von einer Frau geschrieben wurde. Eine Unverschämtheit ist, dass solche diskriminierenden Äußerungen in einer Rezension verpackt werden, weil sie darin nämlich einfach nichts zu suchen haben. Eine Unverschämtheit ist, dass sich jemand anmaßt, so einen Schwachsinn überhaupt als sachliche Rezension zu verkaufen.
Und soll ich euch was sagen? Bei so was hört mein Verständnis für freie Meinungsäußerung einfach auf. Wenn ich mir schon diese beiden Beispiele angucke, dann wünschte ich mir, manchen Leuten würde man einfach das Maul verbieten, damit dem Rest der Menschheit ein Gefallen getan wird.
Und das sind ja nur die krassesten Beispiele. Es gibt auch andere Dinge, die nicht okay sind. Wenn zum Beispiel mindestens ein Stern abgezogen wird, weil das Cover nicht schön ist, finde ich das auch nicht in Ordnung. „Die Geschichte ist perfekt, aber das Cover ist hässlich, also nur vier von fünf Sternen.“ Was soll das bitte? Als hätte das auch nur IRGENDETWAS mit dem Inhalt des Buches zu tun.
Ich verstehe es wirklich nicht. Macht es die Leute geil, wenn sie so einen Schwachsinn schreiben. Fühlen sie sich dann superwichtig? Geilen sie sich jetzt an diesem Post auf, weil ich meine wertvolle Zeit dafür verschwende, ihnen zu sagen, dass sie sich schämen sollten, so eine Scheiße zu posten?
Es tut mir leid, ich flippe hier noch völlig aus, aber das macht mich so unglaublich wütend, weil ich diese Ungerechtigkeit nicht in Ordnung finde. Weil ein gutes Buch auch eine gute Bewertung verdient hat und nicht wegen irgendwelcher Diskriminierungen nur einen Stern bekommen sollte. Oder weil ein Leser einfach nichts besseres zu tun hat, als krampfhaft nach einem lächerlichen Grund zu suchen, um bloß keine fünf von fünf Sternen zu geben…
Für mich ist das einfach nur noch ein weiterer Grund, warum ich mich nicht mehr nach Amazon-Rezensionen richte, sondern lieber auf die Meinung von Bloggern/Freunden/sonst wem vertraue. Weil wirklich ernst nehmen, kann man nur noch einen sehr geringen Teil von Meinungen auf Amazon. Alles andere ist einfach nur Gelaber, das mit einer Rezension nicht mal im Entferntesten etwas zu tun hat.
Jules :)

Samstag, 4. Februar 2017

Esmeralda's mysthische Geschichten 2 - Denny van Heynen [Q]

Hi!

Diesmal möchte ich euch den zweiten Teil von Denny van Heynens Geschichtensammlung mit dem Titel "Esmeralda's mysthische Geschichten" vorstellen. Das Buch umfasst 51 Seiten und wird frei publiziert. Auch diesmal erzählt uns Esmeralda wieder drei unheimliche Geschichten, die uns Gänsehaut beschehren.
Ihr müsst Teil 1 nicht gelesen haben, um Teil 2 zu verstehen, weil es einzelne Geschichten beinhaltet. Wenn ihr aber Interesse an den anderen Geschichten habt, hier die Rezension zu Band 1.


Beschreibung:

Wieder sind wir bei Esmeralda und dürfen uns von ihr drei mysteriöse Geschichten in ihrem Wohnwagen erzählen lassen. Auch diesmal dürfen wir dabei auch wieder in Esmeraldas Welt eintauchen.

Meine Meinung:

Irgendwie haben mir die Geschichten in diesem Teil besser gefallen, als die in Teil 1. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ich sie nachts im Bett gelesen habe und man sich da automatisch ein wenig mehr gruselt? Wie dem auch sei, die Geschichten sind natürlich nicht voll mit Horror und bis auf eine Gänsehaut kann man hier nicht viel erwarten - das ist aber genau das, was mir gefällt. Weil sie so für jeden geeignet sind und dank ihrer Kürze eben für einen kleinen Schauer vor dem Zubettgehen sorgen.
Dennys Stil ist wie immer klar, kurz angebunden und wenig ausschmückend. Ich mag, dass er sich auf das wichtigste beschränkt und nur die solchen Details hervorhebt, die für die Geschichte von Bedeutung sind. Natürlich kann man auf die Art keinen ausschmückenden Roman erwarten, aber ich finde diese klare Linie doch besser, als zu viel Blabla außen rum.
Ich finde auch immer wieder schön, dass Denny seine eigenen Überzeugung in das Buch einfließen lässt und man darin einfach ihn selbst erkennt. Ich glaube, ich habe das noch nie so gesagt, deswegen möchte ich das hier mal erwähnen.
Auch schön - und das habe ich schon 100x gesagt - ist, dass er es immr wieder schafft, Homosexualität in seinen Werken selbstverständlich zu nehmen und sie präsent, aber nie Hauptthema sein zu lassen. Das gefällt mir sehr gut.

Zielgruppe:

Wie gesagt, es ist ein kurzes Lesevergüngen, dass euch einen kleinen Schauer den Rücken runterlaufen lässt. Ich finde das immer ganz schön und mal eine Abwechslung zu dem ganzen 0-8-15-Kram in diesem Genre.

Geht es eigentlich nur mir so, dass mich momentan das ganze Angebot im Gay Romance Bereich so anödet? Bis auf wenig Ausnahmen, ist es echt immer das gleiche und irgendwie verliere ich dabei echt die Lust.
Jules :)

Samstag, 28. Januar 2017

12 Worte (Isabelle Rowan) [Q]

Hallo meine Lieben!

Der heutige Quickie nennt sich "12 Worte"*, stammt von Isabelle Rowan und erschien bei Dreamspinner Press. Er setzt die Geschichte aus "Eine Randbemerkung" auf 71 Seiten fort und lässt uns an Johns und Davids Weihnachten teilhaben.
Ihr müsst "Eine Randbemerkung" gelesen haben, um das Buch zu verstehen.


Beschreibung:

Weihnachten ist für viele Grund zur Freude, doch im Buchladen Margins heißt es für John, David und Jamie, über sehr vieles nachzudenken. David kämpft noch immer mit der Vergangenheit und gerade an Weihnachten fällt es ihm umso schwerer, mit seinem Sohn wieder eine Verbindung aufzubauen.
John sorgt sich um David und wird auch noch mit seinem eigenen Vater konfrontiert und Jamie muss zum ersten Mal das Fest alleine verbringen.

Meine Meinung:

Mir ging "Eine Randbemerkung" damals ziemlich nahe und ich hatte ein wenig Angst, dass diese weihnachtliche Kurzgeschichte nicht daran anknüpfen kann, aber das tut sie. Sie nimmt genau die gleiche Stimmung wieder auf, die auch im ersten Buch herrschte und schafft es, die Geschichte weiter zu erzählen und auch ein wenig weihnachtlichen Frohsinn einzubringen, ohne dass etwas von der eigentlich Story darunter leidet. Gerade David kämpft noch immer und ich mag es sehr, wie man erkennt, dass er gerade an Weihnachten wieder Probleme hat, mit seiner Situation zurecht zu kommen und die Vergangenheit ruhen zu lassen. Es ist schön, dass wir erkennen, wie er sich um Adam zu bemühen versucht und damit doch restlos überfordert ist. Vielleicht ist das ein wenig melancholisch und vielleicht ist das auch nicht eine typische, fröhliche Weihnachtgeschichte, aber für mich ist sie sehr viel tiefer und für ganz viele Leute auch realistischer. Deshalb gefällt es mir so gut.
Vielleicht kommt gerade John in der kurzen Story ein wenig zu kurz, so wird die Konfrontation mit seinem Vater nur in einer einzigen Szene behandelt. Das ist ein wenig schade, aber trotzdem okay, weil sich ja auch die Hauptgeschichte eher um Davids Schicksal und seine Beziehung zu John sieht.
Noch immer finde ich den Stil wunderschön, ich mag die Charaktere der drei Männer und wie sie zusammen agieren. Ich mag, dass Weihnachten einen Platz findet, ohne Kitsch und Glamour und Friede, Freude, Eierkuchen. Und ich mag, wie es einen Platz findet. Ich liebe Davids "Adventskalender" und die Art, wie die drei Männer für einander da sind. Und ich liebe es, wie so viele Anekdoten von früheren Weihnachtsfesten in die Geschichte eingebaut werden.
Für mich eine sehr gelungene Weihnachtgeschichte, die ich nur empfehlen kann.

Zielgruppe:

Wie gesagt, ihr müsst "Eine Randbemerkung" gelesen haben, um hier mitzukommen, aber wenn ihr es getan habt, dann solltet ihr sie wirklich lesen. Ihr erfahrt, wie es mit den Männern weitergeht, was euch sicher interessieren wird.

Ich weiß, Weihnachten ist schon um, tut mir leid. Aber naja, ich finde, man kann solche Geschichten eigentlich das ganze Jahr lesen. Also beschwert euch nicht. ;D
Jules :)




* Diese Geschichte wurde mir von "Dreamspinner Press" als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Vielen Dank dafür! :)